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FlashQ T2 & FlashQ Q20 II – Kompaktes Strobist-Set von LightPix Labs

Auf diese kompakte und leichte Funk-Blitz-Lösung von LightPix Labs bin ich im Happyshooting-Slack aufmerksam geworden, wo ein Hörer auf die Webseite des Anbieters verlinkte und sich den kleinen Blitz zum Ausprobieren bestellt hatte.

Ich hatte gemischte Gefühle – Zum einen lockte mich ein extrem kompakter und sehr leichter Blitz, den ich über Funk steuern könnte, zum anderen war ich skeptisch was die Zuverlässigkeit und die Reichweite betraf, denn die Sender waren ebenfalls extrem kompakt und mit einer Reichweite von nur 10 Metern angegeben.

Da diese FlashQ-Produkte aber nicht sehr teuer waren, bestellte ich mir einen Satz zum Testen. Einmal ein FlashQ T2 Set, bestehend aus einem Sender und zwei Empfängern und einen FlashQ Q20 II Blitz, der den Empfänger bereits eingebaut hat und den zugehörigen Sender praktisch im Blitz verstauen kann.

Kosten

Das FlashQ Trigger Kit F+ – ein Sender, zwei Empfänger – kostete $68

Der FlashQ Q20 II Blitz mit einem Sender lag bei $69.

$13 Versand kamen dazu. Zusammen also $150 für zwei Sender, zwei Empfänger für vorhandene Blitze und ein Blitzlicht mit eingebautem Funkempfänger.

Technik

Der Q20 II Blitz ist sehr klein. Der Funk-Sender kann unten in den Blitz eingeschoben werden zum verstauen oder zur Nutzung ohne Funk

Sender und Empfänger sind winzig. Es sind im Grunde kleine schwarze Würfel die auf dem Blitzschuh der Kamera sitzen (Sender) bzw. an den Blitzfuß eines Systemblitzes gesteckt werden (Empfänger). Sender- und Empfängerwürfel haben einen eingebauten Akku, der über eine Micro-USB-Buchse geladen werden kann (leider keine USB-C Buchse).

Blitze, die direkt auf den Empfänger stecken, werden über den Mittelkontakt ausgelöst. Es liegen aber auch für jeden Empfänger Kabel dabei, um von Micro-USB auf PC-Sync andere Blitze auszulösen.

Eingebauter Akku bedeutet natürlich auch: Wenn leer, dann leer. Akku wechseln und weiter ist nicht. Ich habe es noch nicht ausprobieren wollen, glaube aber nicht, dass man die Akkus auch bei intensiver Nutzung über einen Foto-Tag leer bekommt. Normalerweise schalten sich die Geräte auch automatisch aus, wenn 30 Minuten lang nichts passiert – aber man kann die Geräte auch so einschalten, dass sie sich nicht automatisch ausschalten und wenn man dann vergisst sie vor dem Transport auszuschalten, dann könnten sie leer sein wenn man sie braucht.

Wer also ein Setup aufbaut lange bevor ein Shooting startet und dann nicht zu den Empfängern laufen möchte: Dein Einschaltknopf 5 Sekunden lang drücken beim Einschalten, dann bleiben die Geräte an.

Funk – Kanal einstellen

Die Geräte unterstützen mehrere Kanäle – man kann diese aber nicht manuell wählen. Das finde ich etwas übertrieben komfortabel und dadurch schon wieder kompliziert.

Man muss also beim ersten Mal oder wenn man zusätzliche Geräte gekauft hat, alle Geräte miteinander synchronisieren. Das ist nicht schwer aber ich stelle es mir mit mehreren Geräten störend vor – vor allem, wenn man es mal schnell direkt vor einem Shooting machen muss, sollte es irgendein Problem geben… ob es solche Probleme geben könnte, weiß ich nicht – es ist Funk und da habe ich schon vieles erlebt.

Man schaltet also einen Sender ein und drückt zwei Knöpfe für 3 Sekunden, dann blinkt dieser blau. Nun schaltet man einen Empfänger ein, dazu zählt auch das Q20 II Blitzlicht und drückt dieselben zwei Knöpfe für 3 Sekunden (beim Blitzlicht ist es ein einziger Knopf). Wenn die Geräte dicht zusammenliegen finden sie sich und einigen sich dann auf eine Frequenz. Nun schaltet man den nächsten Empfänger ein und drückt die zwei Knöpfe und so weiter…

Bei meiner Lieferung funktionierte das sehr gut, außer mit dem Empfänger aus dem Trigger-Kit, der wollte nicht blau blinken. Vielleicht war der Akku zu leer? Ich steckte ihn erst mal an eine Powerbank. – Nach dem Laden: Das Problem bleibt bestehen. Weder beim Einschalten leuchtet irgendetwas blau noch beim Drücken der beiden Knöpfe. Ich kontaktierte den Support. Es folgte schnelle eine Entschuldigung und sofort wurde ein Ersatz losgeschickt. Der Ersatz-Sender funktionierte dann einwandfrei. 

FlashQ Q20 II – Klein, leicht, praktisch

FlashQ Q20 II – Größenvergleich mit meinem alten Nikon SB-26.

Dieser kleine Blitz wiegt etwa 130g, passt locker in die Jacken- und so einige Hosentaschen und er hat gerade Kanten. Ein Sender-Würfel steckt unten im Blitz – so kann er auf der Kamera ohne Funk genutzt werden – der mit einer Ver-/Entriegelungstaste entnommen werden kann. Praktisch, denn so wird der Blitz vielseitiger nutzbar und man weiß immer wo der Sender ist. Durch seine geraden Kanten an jeder Seite, kann man ihn sehr einfach hinstellen und -legen. Der Blitzkopf kann in mehreren Schritten bis zu 90° nach oben gerichtet werden.

Es gibt zwei Tasten um die Leistung von 1⁄64 bis 1⁄1 zu regeln, die eingestellte Leistung wird dabei über 7 rote LED angezeigt – das ist praktisch und übersichtlich.

Die Leistung lässt sich einfach in ganzen Blendenstufen verstellen und wird durch übersichtliche LED angezeigt

Der Clou ist, dass dieser kleine Blitz auch noch ein Dauerlicht besitzt! Dieses kann entweder als Einstelllicht oder als Videolicht genutzt werden. Einfach die beiden Tasten unterhalb der Blitzleistung-Tasten drücken und das Dauerlicht geht an und lässt sich ebenfalls in 7 Stufen regeln. Die Leistung wird hier mit 7 blauen LED angezeigt. Um das Einstelllicht wieder auszuschalten, einfach eine Taste für die Blitzleistung drücken.

Man kann den Blitz auch in einen Videolicht-Modus schalten, damit es nicht Blitzt. Praktisch wenn man mehrere Geräte hat die auf der selben Frequenz arbeiten.

Der Blitz hat unten auch noch ein Gewinde. Damit kann man ihn auf ein Lichtstativ schrauben. Betrieben wird er mit nur zwei AA Batterien oder Akkus, ich habe ihn mit Eneloop-Akkus betrieben. Es gibt auch hier eine Micro-USB-Buchse über welche man die Akkus laden können soll. Das habe ich nicht ausprobiert.

Der Funk-Sender kann direkt im FlashQ Q20 II Blitz verstaut werden. So kann der Blitz auch direkt auf der Kamera ohne Funk verwendet werden.

FlashQ T2 Empfänger

Die kleinen Empfänger-Würfel steckt man einfach unter einen Systemblitz und fertig. Möchte man einen Studioblitz auslösen, kann man das mitgelieferte Micro-USB-auf-PC-Sync-Kabel verwenden.

Sender wie auch Empfänger haben drei Tasten: Vorne den Ein-/Ausschalter, hinten zwei Knöpfe um die Leistung eines kompatiblen Blitzes (hier der Q20 II) zu regeln und um den Synchronisierungsmodus zu starten.

Ich habe den Sender mit meiner Olympus OM-D E-M1 Mark II und die Empfänger an meinem alten Nikon SB-26 Blitz ausprobiert. Das funktionierte absolut problemlos. Der Q20 II und der SB-26 lösten synchron aus und den Q20 II konnte ich vom Sender aus in der Leistung regeln. Toll smile

Geschwindigkeit, Leistung, Reichweite und Zuverlässigkeit

Der FlashQ Q20 II hat gerade Seitenflächen, so kann man ihn einfach hinstellen – aufrecht, auf dem Kopf, auf der Seite…

Speed

Der Q20 II löste bis 1⁄1600 zuverlässig aus. Natürlich war durch den Schlitzverschluss der Olympus E-M1 nur ein schmaler Spalt unten im Bild beleuchtet wink Aber es ging.

Die T2-Empfänger waren hier etwas träger. Bis 1⁄800 war der Blitz zuverlässig im schmalen Bild-Spalt zu sehen, bis 1⁄1250 gab es nur vereinzelte Ausfälle. Ob das nun wirklich am T2 oder am SB-26 liegt, kann ich natürlich ohne weitere Blitzgeräte zu testen nicht sagen – am Ende aber auch irrelevant, solange man keinen Zentralverschluss hat, wie ihn einige Fuji-Kameras haben.

Leistung

Ich verglich den Q20 II und den SB-26 bei jeweils 1⁄64 Leistung miteinander. Der Q20 II war etwa zwei Blendenstufen schwächer. Ich hätte mit weit weniger Licht gerechnet und war positiv überrascht. Für Aufnahmen im Innenraum reicht das auf jeden Fall. Draußen wird man allerdings schnell auf die maximale Leistung gehen müssen – dafür habe ich ihn aber auch nicht gekauft.

Reichweite und Zuverlässigkeit

Die Reichweite ist mit 10 Metern angegeben und wie ich befürchtete, ist das schon eher optimistisch. Unter perfekten Bedingungen und direktem Sichtkontakt, schafft man die 10 Meter vielleicht, dann dürfte er aber nicht mehr 100%ig zuverlässig auslösen.

Ich hatte in der Wohnung durch einen langen Flur nach 6-7 Metern bereits erste Probleme, je nachdem wie herum der Blitz stand und wie ich die Kamera hielt. Vermutlich konnte schon ein Objektiv die Funkstrecke beeinflussen. Ging ich aber außer Sichtweite, war es schnell vorbei. Den Blitz entfernt im Flur aufbauen und dann aus einem anderen Zimmer heraus das Seiten-/Streiflicht fotografieren? Nicht zuverlässig möglich – bzw. es dürfte sehr von den Wänden abhängen. Ich würde mich nicht darauf verlassen.

Eindruck und Fazit

Die Bedienung finde ich etwas fummelig. Zwei Sekunden den Taster an Sender und Empfänger drücken zum Ein- und Ausschalten. Drückt man 5 Sekunden, so bleiben die Geräte dauerhaft an. Ob das im Alltag auch mal versehentlich passiert, weiß ich nicht. Also am besten immer dran denken die Geräte auszuschalten und doppelt prüfen, ob sie wirklich aus sind – Es gibt keine LED die dauerhaft leuchtet.

Funkkanäle automatisch synchronisieren… Das ist auch so eine Button-Drück-Orgie und es dürfte spannend sein zu sehen, was passiert, wenn zum Beispiel bei einem Workshop oder ein Veranstaltung mehrere Leute mit diesem System vor Ort sind. Allerdings wird man bei der geringen Reichweite auch keine komplexen Setups vorfinden, von daher dürften die Störungen gering sein, selbst wenn man auf demselben Kanal funkt.

FlashQ Q20 II – Größenvergleich mit meinem alten Nikon SB-26.

Der Q20 II Blitz ist wirklich praktisch. Er ist so klein und leicht, dass man ihn einfach mitnehmen und in der Hand halten oder irgendwo ins Regal stellen kann. Für Fotos auf der Tanzfläche, mit entfesseltem Blitz in der Hand, dürfte das Gerät sehr gut geeignet sein.

Es werden auch ein paar passende Farbfilter mitgeliefert, die sich einfach vor den Blitzkopf stecken lassen.

Die Leistung lässt sich vom Sender per Knopfdruck verstellen. Man muss aber langsam drücken und immer die LED-Bestätigung abwarten. Und man sollte mitzählen, denn man bekommt am Sender kein Feedback auf welcher Leistungsstufe man nun steht.

Ob ich die Sender-Empfänger-Kombo nutzen werde ist fraglich, die Reichweite ist mir einfach zu gering und ich habe mit meinen PocketWizards zuverlässige Funkstrecken die erprobt sind.

Den Q20 II mit seinem Sender werde ich auf jeden Fall in die Fototasche stecken, das Gerät finde ich wirklich praktisch, auch wenn das verstellen der Leistung etwas träge ist.

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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