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Selber drucken – Beispiel: Verstopfte Düsen

Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Bitte druckt Eure Bilder aus. Tut Euch diesen Gefallen. Digitale Bilder werden im Überfluss gemacht und die meisten bekommt man nie zu Gesicht. Dabei macht es einen riesigen Unterschied, ob man sich ein Foto am kleinen Display oder am Desktop-Computer anschaut oder ob das Bild gedruckt oder ausbelichtet an der Wand hängt – Wirklich!

Kleine Hausaufgabe: Sucht am Wochenende mal Eure 5 schönsten Bilder des Jahres und bringt sie auf Papier – Mit einem Dienstleister wie PosterXXL, Zor, Cewe, dem nächsten Rewe mit Print-Station oder eben auf dem eigenen Drucker – und hängt sie an die Wand oder stellt sie auf ein Regal. Gönnt Euch das mal.

Ach ja, selber drucken: Das kann ein großer Spaß sein und hat viele Vorteile. Die Nachteile, vornehmlich die Kosten, sollte man nicht verschweigen. Ich kann da gerade ein Lied von singen denn es war mal wieder ein Druckkopf verstopft …

Drucker, Tinte und schlimme Ruhephasen

Ich besitze einen Epson Stylus Photo R2000. Der wird mit Pigment-Tinte in 8 verschiedenen Farben gefüttert und bringt damit brillante Fotos bis zu A3+ auf edelste Papiere. Wundervoll.

Der große Vorteil am selber drucken? Ich habe das Ergebnis sofort, ich kann sofort Korrekturen an der Bearbeitung vornehmen, wenn mir das Ergebnis zu dunkel oder in anderer Hinsicht nicht perfekt erscheint. Ich kann mit verschiedenen Papieren spielen und ich kann exakt das Maß drucken, das ich benötige – Ich bin also nicht auf 10×15, 13×18, A4 oder ähnliches begrenzt, jedes Maß bis A3+, jedes Panorama-Format, jede Zwischengröße kann ich exakt drucken und ausschneiden. Toll!

10×15 Druck auf Ilford Smooth Pearl. Links verstopfte Cyan-Düsen; rechts nach erfolgreicher Reinigung

Der Haken sind die Druckköpfe die es gar nicht mögen, wenn sie nicht benutzt werden. Mein Drucker ist immer eingeschaltet und hängt so allzeit bereit im WLAN. Leider reicht das nicht aus um ein Eintrocknen der Druckköpfe zu verhindern. Druckt man nicht regelmäßig, bekommt man das irgendwann zu spüren. So wie ich jetzt: Der Druckkopf für Cyan war verstopft… und wehrte sich heftig gegen eine Reinigung

Links verstopfte Cyan-Düsen; rechts nach erfolgreicher Reinigung

Reinigung und Tintenverbrauch

Ich habe am Ende nicht mitgezählt, wie viele Druckmuster ich gedruckt habe, wie viele Reinigungen ich laufen ließ… Es müssen über 15 Durchgänge gewesen sein – Die Aufnahme entstand als ich die Reinigungen abbrechen musste, weil nun Rot leer war und ich erst auf die Lieferung warten musste …

Zig Testmuster, automatische Reinigungen, pauschale Reinigungen später lief es wieder

Der Epson hat eine Funktion um sich automatisch zu reinigen. Dabei wird ein Muster gedruckt und mit einem Sensor analysiert. Ich meine, dass dann nur die jeweils verstopften Düsen gereinigt würden – Allerdings nur, wenn die Software noch eine Chance auf eine Lösung sieht. Das war bei mir in mehreren Durchläufen nicht der Fall. Also musste ich die generelle Reinigung aufrufen, bei der, so vermute ich, immer alle Köpfe, also alle Farben durchgespült wurden. Was für eine Verschwendung teurer Tinte!

Ich wechselte dadurch in Folge die Tinten für Gelb, Magenta, Schwarz, Glossy, auch Cyan und schließlich Rot. Diese waren natürlich vor dem Dilemma nicht mehr ganz voll aber auch weit weg von leer. Da ich nun ohne Tintenreserven da stand, bestellte ich einen kompletten Tintensatz, was mit um die 130,- Euro auch nicht gerade ein Schnapper war.

Schließlich brachte eine letzter Reinigungsdurchgang den Erfolg und Cyan spielte wieder mit allen Düsen. Puh.

Fazit

Selber Drucken hat viele Vorteile – Aber nur dann, wenn man es regelmäßig tut. Ansonsten stehen sich auch moderne Tintendrucker kaputt.

rechts verstopfte Cyan-Düsen; links nach erfolgreicher Reinigung

Der Haken sind generell die Kosten: Ein guter Fotodrucker kostet in der Anschaffung schon viel Geld, vor allem wenn es größer als A4 sein soll. Dazu kommen die Tinten-Preise – und nach vergangenen Erfahrungen greife ich bewusst zur Original-Tinte – und natürlich die Preise für das Papier, das je nach Stärke und Oberfläche auch schnell mal bei 5,- bis über 10,- Euro für ein A3+ sein kann (aber nicht muss)

Vor diesem Hintergrund darf und sollte man sich die Frage stellen, ob es nicht einfacher und vor allem günstiger ist, seine Bilder über einen Online-Dienstleister drucken oder gar ausbelichten zu lassen. Zor.com ist sehr günstig wenn es Forex-Platte oder Alu-Dibond sein soll. PosterXXL, Cewe und zig andere mehr haben günstige Foto- und Poster-Drucke, Leinwände etc. Vor dem Hintergrund der Tintenkosten und dem Ärger mit verstopften Düsen – was noch mehr Zeit und Geld verschlingt – sind diese Anbieter allesamt sehr günstig! Es dauert eben etwas länger und man hat weniger Einfluss auf das Endergebnis.

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