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Kamerakauf – zu viel Auswahl, hohes Frustpotential

Sensorgrößen im Vergleich

Sensorgrößen im Vergleich

Es gibt sie, diese Fragen, die ich gerne überhören würde, zu denen ich keine echte Antworten geben kann – oder geben möchte.

So werde ich sehr häufig gefragt: “Welche Kamera soll ich mir kaufen?”, eine kleine Differenzierung gibt es dann glücklicherweise, also soll es für die Jackentasche sein, soll sie einen Spiegel haben oder darf sie nicht mehr als 100 Euro kosten?

Meine Standardantwort darauf ist: “Geh’ in ein Geschäft, schaue Dir die Kameras in Deiner Preisklasse an, fasse sie an. Die, die Dir am besten gefällt und die sich am besten anfühlt, die kaufst Du dann”. Bei der Frage im Bereich von vielleicht 100 Euro sage ich gerne: “Nimm die Kamera in der Farbe Deiner Wahl”.

Das mag lapidar oder gar frech klingen, ich glaube aber fest daran, dass es die einzig richtige Antwort ist, wenn man nicht vorhat, ein komplettes Marktstudium und einen kompletten Fotoworkshop in die Antwort einzubauen. Ich möchte in diesem Beitrag mal erklären, warum so eine Frage so schwer zu beantworten ist und warum die Frage meistens sogar irrelevant ist.

Kameraklassen und Sensorgrößen

Der Markt bietet alle Geschmacksrichtungen. Das fängt bei einen kleinen Point-And-Shoot Kamera um 100,- oder weniger aufwärts an, geht über spiegellose Systemkameras in diversen Preisklassen über zu den Spiegelreflexgeräten mit verschiedenen Sensorgrößen in breitem Preissegment bis hoch zu den digitalen Mittelformatgeräten. Von unter 100,- bis über 10.000,- Euro ist also alles vertreten.

Relevant für Preisunterschiede und Unterschiede in der technischen Bildqualität ist die Größe des Sensors. Ohne jetzt Haare zu spalten – natürlich geht die Entwicklung weiter und neue Sensoren können auch bei geringerer Größe gleiche Qualität wie alte große Sensoren liefern – kann man sagen: Je größer der Sensor, desto besser kann bei wenig Licht gearbeitet werden und desto besser können Motive vor dem Hintergrund freigestellt werden.

Ich sage vielleicht mal in einem anderen Beitrag ein paar Worte mehr dazu. Hier erst mal ein Vergleich gängiger Sensorgrößen, damit man mal ein Bild vor sich hat:

Sensorgrößen im Vergleich

Sensorgrößen im Vergleich

Wer schon analog fotografiert hat und Negativstreifen kennt, der kennt vermutlich das 35mm-Format. Hier ist der Sensor genau so groß wie ein Negativ. APS-C gab es auch schon zu analogen Zeiten, das waren diese Filmpatronen, die jederzeit zurück und wieder vorgespult werden konnten, um einen Filmwechsel zu ermöglichen bevor der Film voll war. Dies war möglich, weil auf dem 35mm-Film eine zusätzliche Datenspur geschrieben wurde. Auf dieser Datenspur wurde auch vermerkt, in welchem Seitenverhältnis man einen Abzug haben wollte. Der Platz ging natürlich vom Negativ ab, weshalb das Bildformat kleiner wurde. APS steht dabei für Advanced Photo System. Paradox, soll aber eine andere Geschichte sein.

Gängige Kompaktkameras, diese kleinen Geräte mit festem Zoom-Objektiv die es in allen Farben und Formen gibt, arbeiten normalerweise mit Sensoren im Bereich von 1/2,5″ bis 1/1.8″, die etwas teureren haben auch schon 2/3″ eingebaut. Schaut man sich die Grafik an kommt man zum Schluss: Ja, ist ein Unterschied aber so relevant ist er nicht wirklich.

Nikon hat mit der Nikon 1 das 1″-Format etabliert. Immer noch ein extrem kleiner Sensor aber eben schon deutlich größer als alles, was in der Kompaktkamera-Klasse zu finden ist.

Mit einigem Abstand folgt dann das microFourThirds-System. Hier gibt es verschiedene Kameras von Olympus und Panasonic. Die Objektive sind untereinander kompatibel. Panasonic hat bisher die besseren Video-Funktionen, Olympus hat dafür einen genialen Bildstabilisator in das Gehäuse eingebaut.

Noch einen Tick größer ist dann das oben schon angesprochen APS-C-Format. In so ziemlichen allen digitalen Spiegelreflexkameras steckt ein Sensor dieser Größe drin, egal ob Canon, Nikon, Pentax, Samsung, Sony, …

Dann gibt es wieder einen größeren Sprung bis zum 35mm-Format, im Volksmund auch Vollformat genannt. Wie oben schon erwähnt ist der Sensor hier genauso groß wie ein Kleinbild-Negativ. Canon, Nikon, Leica und Sony haben Kameras mit einem so großen Sensor im Programm.

Mit großem Abstand folgt dann das digitale Mittelformat. Ein monströser Sensor, z. B. bei Hasselblad und Pentax zu finden. Analogfotografen zucken beim Begriff Mittelformat etwas zusammen wenn es um die digitale Variante geht. Im analogen Bereich hat ein Mittelformat normalerweise mindestens 60×45mm und oft 60×60mm, ganz so groß sind die Sensoren aber noch nicht.

Warum ist es so schwer?

Weil es so unfassbar viele Geräte in jeder Geräteklasse gibt. Wenn ich mir alleine mal die verschiedenen Geräteklassen anschaue, habe ich persönlich schon keinen Überblick mehr.

Kompakte

Die komplette Klasse der Kompaktkameras ignoriere ich einfach mal. Hier kommen so häufig neue Modelle auf den Markt, dass sich kaum eine Newsseite die Mühe macht, wirklich jedes neues Modell vorzustellen. Es ist einfach nicht möglich. Ist auch völlig egal – sie haben fast alle die gleichen Sensoren eingebaut, nämlich extrem winzige. Sie nehmen sich in der Bildqualität daher auch nichts. Also sage ich: Such Dir in der Preisklasse eine aus, die Dir von der Farbe gefällt. Der Preis ist nämlich das größte Merkmal dieser Kameras. Ich mag in dieser Kameraklasse nicht über Objektivunterschiede, Blitzleistungen oder Anzahl von Spezialprogrammen diskutieren. Ist alles komplett irrelevant. Sie sind alle verhältnismäßig träge und in schlechten Lichtbedingungen nicht oder nur eingeschränkt nutzbar – je nach Anspruch natürlich. Wenn aber nicht mehr Geld da ist und Fotografisch auch keine Ambitionen existieren sondern einfach nur draufgehalten werden soll, warum nicht.

Prosumer / Superzoom

Kompaktkamera heißt nicht zwingend Kompakt. Es gibt die Prosumer-Kameras, die mit größeren Gehäusen und mächtigeren Zooms kommen. Irrelevant, denn drinnen steckt ein Sensor der genau so winzig ist. Liegt besser in der Hand, mag vielleicht schneller sein. Mir egal, tut mir Leid. Probiert es im Laden aus und entscheidet selbst, ob Ihr so etwas haben möchtet.

1″ – Nikon 1

Es soll etwas extrem kompaktes und leichtes sein? Es ist ein Mindestmaß an fotografischem Interesse vorhanden? Dann würde ich empfehlen mindestens in dieser Klasse zu schauen. Es gibt inzwischen bestimmt auch andere Kameras mit einem Sensor dieser Größe. Ich denke, dass es bei dieser Sensorgröße gerade so anfängt, dass man etwas fotografischer arbeiten kann. Klar, extreme Freistellungen sind immer noch schwierig aber deutlich besser als bei den Kompakten. Die Hersteller nehmen diese Geräteklasse auch etwas ernster, man darf also damit rechnen, dass sie schneller reagieren wenn man auf den Auslöser drückt – sowohl beim Autofokus als auch beim Auslösen. Das Nikon 1 System bietet Wechselobjektive und Superzeitlupen-Video.

Die Modelle hier sind noch übersichtlich, nehmen wir mal nur Nikon:

  • Nikon 1 V3. 18 Megapixel, Sensorreinigung, mechanischer Verschluss, Video bei geringer Auflösung mit Superzeitlupe (bis zu 1200 Bilder pro Sekunde)
  • Nikon 1 J4. Im Grunde wie die 1 V3 aber ohne Audioeingang und ohne mechanischen Verschluss. Keine Ahnung worin sie sich noch unterscheidet und warum Nikon zwischen einer V4 und einer J4 differenzieren möchte.
  • Nikon 1 AW1. 14 Megapixel und ein Wasserdichtes Gehäuse. 60 Minuten in Tiefen bis zu 15m fotografieren. Sehr cool. Es soll eine Strand- und Badekamera sein? Dann würde ich hier mal einen Blick drauf werfen.

Und immer dran denken: Außer den aktuellen Modellen gibt es natürlich auch die Vorgänger.

Und immer auf den Preis achten! Wenn Kompaktheit alleine nicht das Kriterium ist, dann landet man beim Nikon 1 System schnell in Preisklassen, die auch einen Blick in das microFourThirds-System erlauben…

microFourThirds

…hier sind die Sensoren schon deutlich größer. Fotografisch arbeiten, damit meine ich Freistellungen über Schärfentiefe und ähnliches, sind hier durchaus möglich. Die Leistung bei wenig Licht geht durchaus in Ordnung. Die Kameras bieten teils sehr schnellen Autofokus und reagieren sehr schnell. Mit Kameras dieser Klasse kann definitiv professionell gearbeitet werden und trotzdem kann die Ausrüstung so klein sein, dass sie in eine größere Jackentasche oder eine kleinere Handtasche oder Hüfttasche passt.

Kameras in diesem Format gibt es von Olympus und Panasonic. Olympus unterscheidet noch die PEN-Klasse und die OM-D Serie. Fragt mich nicht, was die Stylus-Klasse ist… Ganz ehrlich, die PEN-Serie verwirrt mich. Es gibt E-PL+Ziffer und E-P+Ziffer und die Preise tangieren schnell die kleineren OM-D-Modelle. Die PEN sind kompakter, weil sie keinen Sucher haben, hier wird immer das Display genutzt. Die OM-D haben einen elektronischen Sucher eingebaut.

Am Beispiel OM-D, hier gibt es:

  • E-M5. War die erste dieser Klasse und durchaus immer noch empfehlenswert weil günstig zu bekommen.
  • E-M10. Etwas schneller und moderner. Preislich über der E-M5 aber genauso kompakt.
  • E-M5 Mark2. Nachfolder der E-M5. Noch besserer Bildstabilisator, bessere Video-Funktionen, Schwenk-Display.
  • E-M1. Etwas größeres Gehäuse mit größerem Griff, mehr Tasten, etwas besseres Autofokus-System.

Die PEN-Modelle mag ich gar nicht alle aufzählen.

Noch wilder wird es bei Panasonic, hier gibt es eine sehr breit gefächerte Lumix G-Serie.

  • GH4 / GH3 / …A / …H – Im Grunde immer eine GH3 aber ja nach Buchstabe auf der 4. Stelle gebündelt mit einem anderen Objektiv – Panasonic, muss das sein, dass man jedem Kit einen eigenen Namen gibt?
  • GX7 – Kompakter als die GH3.
  • GM5 – Noch kompakter.
  • GM1 – Unfassbar kompakt.
  • G5 / G6 – Größeres Gehäuse, eher wie eine kleine Spiegelreflex.
  • GF6 / GF7 – Wieder etwas kompaktes

Und wir sind jetzt nur in einer einzigen Klasse, der microFourThirds-Klasse unterwegs, mit nur zwei Anbietern. Wer bitte soll denn jetzt entscheiden können, welche Kamera die richtige für Euch ist?

Interessant aber zu wissen: Wenn micro FourThirds drauf steht, sind die Objektive kompatibel. Man kann hier wirklich mit einem günstigen Gehäuse einsteigen, später aufsteigen und die Objektive weiter nutzen. Es ist kein Problem, sich eine Panasonic GH4 für Video und eine Olympus E-M10 für Fotos zu holen – Die Objektive können jeweils an beiden Kameras genutzt werden.

APS-C – Digitale Spiegelreflex für jeden

Die Preisübergänge sind fließend. Für eine microFourThirds kann man von 500 Euro bis über 1000 Euro investieren, für das Gehäuse wohl gemerkt. In dieser Preisklasse bekommt man aber auch digitale Spiegelreflexkameras mit APS-C Sensorgröße. Fotografisch ist das schon ein Unterschied zum microFourThirds System, allerdings auch nicht so gewaltig wie man oft glaubt. Der etwas größere Sensor sorgt aber für größere Gehäuse und vor allem für größere Objektive. Auch wenn die Preise ähnlich sein mögen, Es kann schon ein Unterschied sein, ob man eine mFT-Ausrüstung oder eine APS-C-Ausrüstung mitnehmen möchte.

Wie auch immer, auf diesem Markt tummeln sich extrem viele Anbieter. Canon und Nikon allen voran aber auch Pentax, Samsung, Sony und sicher noch andere. Der Markt in dieser Klasse ist nahezu unüberschaubar. Alle halbe Jahr kommen neue Geräte auf den Markt. Die Hersteller beschneiden die Funktionen innerhalb ihrer eigenen Serie künstlich, um die Modelle überhaupt voneinander unterscheidbar zu machen.

Traurig, denn je größer die Auswahl für den Kunden, desto größer ist das Frustpotential. Muss man aus einer großen Auswahl wählen, die man nicht mal komplett überblicken kann, bleibt am Ende immer das schleichende Gefühl, man hat evtl. nicht die perfekte Wahl getroffen. Meiner Meinung nach sollten die Hersteller ihr Produktportfolio deutlich ausdünnen und auf künstliche Beschränkungen verzichten.

Hier nur mal ein Beispiel – Canon, nur die gerade aktuelle Produktpalette:

  • EOS M – 250 Euro, Spiegellos, 18 MPixel
  • EOS 1200D – 250 Euro, 18 MPixel
  • EOS 100D – 360 Euro, 18 MPixel
  • EOS 700D – 480 Euro, 18 MPixel
  • EOS 750D – 700 Euro, 24 MPixel
  • EOS 760D – 750 Euro, 24 MPixel
  • EOS M3 – 750 Euro, spiegellos, 24 MPixel
  • EOS 70D – 860 Euro, 20 MPixel
  • EOS 7D Mark 2 – 1700 Euro

Unterschiede gibt es natürlich beim Display (Touch, Schwenk), bei der Serienbildgeschwindigkeit, ISO-Bereiche (teils künstlich begrenzt), Anzahl von Autofokus-Sensoren und das AF-System an sich etc. Dennoch haben wir hier 9 aktuelle Kameras mit APS-C Sensor zur Wahl von 250 Euro bis 1700 Euro. Zusätzlich gibt es, für jeweils etwas weniger Geld, die Vorgänger und Vor-Vorgänger, die keinesfalls schlecht sind.

Wenn ich jetzt noch die Modelle von Nikon, Pentax, Samsung, Sony auflisten würde, käme ich zu gar keinem Ende mehr.

Vollformat

Die bisherige Königsklasse bei den digitalen Spiegelreflexkameras. Ein Sensor so groß wie ein 35mm-Negativ. Butterweiche Freistellungen von Motiven sind hier kein Problem mehr. Die Kameras werden aber deutlich größer und schwerer – mit Ausnahme der Sony A7 Reihe – und die Objektive werden deutlich größer und schwerer. Wer in diese Klasse einsteigt, der weiß normalerweise genau was er tun möchte, denn auch preislich ist hier alles etwas höhere angesiedelt.

Dafür wird es aber ein klein wenig übersichtlicher am Markt, naja, so langsam wird es auch hier voll.

  • Sony A7 / A7 R / A7 S – 1140 / 1700 / 2100 Euro, 24 / 36 / 12 MPixel, Spiegellos
  • Sony A7 II – 1800 Euro, 24 MPixel, Spiegellos
  • Nikon D750 – 1600 Euro, 24 MPixel
  • Canon 5D Mark 3 – 2400 – 3000 Euro je nach Angebot, 24 MPixel
  • Nikon D810 – 3100 Euro, 36 MPixel
  • Canon 5DS / 5DS R – 3500 / 3700 Euro, 50 MPixel
  • Canon 1D X – 5000 Euro, 18 MPixel
  • Canon 1D C – 10.700 Euro, 18 MPixel

Bestimmt gibt es noch mehr Modelle von anderen Anbietern, Leica fällt mir hier noch ein, und natürlich gibt es auch hier jeweils die Vorgänger und Vor-Vorgänger. Puh.

Unterschiede – Keine Empfehlung möglich

Wenn ich nun also eine Frage höre: “Welche Kamera soll ich denn jetzt kaufen? Meine macht bei Seminaren immer so schlechte Bilder und der Blitz reicht nicht durch den ganzen Raum…”, dann schaut Euch mal meine kleine Auswahl aktueller Geräte am Markt dort oben an. Vom Nikon 1 System bis zu den Vollformat-Spiegelreflexen gibt es zig Modelle die alle in der Lage sind bessere Fotos zu machen, als die vorhandene Hosentaschen-Knipse.

Ab 250 Euro bis über 2000 Euro zzgl. Objektiv kann man problemlos investieren. Na klar, wer bisher mit der Hosentaschen-Knipse unterwegs ist, dem empfehle ich nicht in die 1000+ Euro Klasse einzusteigen. Aber selbst darunter wird es für mich unfassbar schwer eine echte Empfehlung auszusprechen. Was soll ich denn sagen?

Worauf schauen? Ein Versuch einer Beratung

Ich habe professionelle Aufträge mit einer Canon EOS 350D erledigt und die Kamera funktioniert noch Heute. Ich habe eine Canon 5D im Einsatz mit 12,8 Megapixeln und finanziere mir die Fotografie damit. Ich habe mir eine Olympus OM-D E-M1 geholt weil sie klein und leicht ist, weil sie Video kann und manche Dinge einfacher macht als die Arbeit mit der 5D, die Ausrüstung ist z. B. deutlich kleiner.

Schaut also nicht auf die Megapixel oder auf die Zoombereiche. Ein 10× Zoom ist nicht schlechter als ein 12× Zoom, überlegt Euch lieber, ob und wofür ihr solche Zoombereiche benötigt. Fotografieren heißt auch, sich zu bewegen um eine gute Perspektive zu finden. Ein Zoom ändert keine Perspektive sondern nur den Ausschnitt. Jahrzehnte lang haben Fotografen mit Festbrennweiten gearbeitet. 50mm – fertig. Die ganz verrückten hatten 24mm, 50mm, 85mm und vielleicht noch ein 200mm. Das muss nicht immer praktisch sein, aber ein einziges 24-300mm ist normalerweise ein schlechter Kompromiss. Die Bildqualität kann nicht bei Weitwinkel und Tele gleich gut sein, die Lichtstärke ist oft ziemlich mies.

Sollen es bei Vorträgen oder Parties mit wenig Licht noch einigermaßen gute Fotos sein? Dann nehmt etwas mit größerem Sensor und ein lichtstarkes Objektiv. Mit einer microFourThirds und einem 12-40/2.8 Objektiv könnt Ihr professionelle Ergebnisse erreichen. Mit einer APS-C-Kamera und einem 24-70/2.8 ebenfalls, nur dass alles etwas teurer und größer wird. Mit einer Sony A7 S könnt Ihr den ISO problemlos hochdrehen und auch mit einem f/4-Objektiv arbeiten wenn das Licht weniger wird.

Vergesst die Zoom-Faktoren und Megapixel, ignoriert die Anzahl an Automatik-Programmen. Lernt stattdessen was Fotografie bedeutet, wie es funktioniert. Es gibt genau 3 Parameter – Blende, Zeit, ISO – und mehr benötigt Ihr nicht. Der Rest ist eine Frage von Perspektive und der Frage, wie nah Ihr an das Motiv heran kommen könnt, dürft oder wollt. Danach entscheidet sich die benötigte Brennweite. Wenn Ihr nur bei gutem Wetter Urlaubserinnerungen festhalten wollt, sind die Ansprüche an die Lichtstärke eines Objektive geringer als wenn es nur ein paar Bilder bei einem Vortrag oder einer Feier sein sollen.

Ihr könnt dazu zu einem meiner Workshops kommen, oder zu unseren Happyshooting-Workshops oder schaut Euch bei den Volkshochschulangeboten in Eurer Nähe um. Wenn Ihr versteht, wie die Fotografie funktioniert, wenn Ihr genauer versteht, was Ihr eigentlich fotografieren möchtet, dann könnt Ihr wesentlich sicher eine Kamera-Wahl treffen.

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