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Canon EOS R5 & EOS R6 – Langweilig und Aufregend zugleich

Das Titelfoto zeigt meine Canon EOS 5D (Mark I) – Mein Einstieg ins digitale Kleinbildformat

Im letzten Beitrag schrieb ich bereits, dass mich Olympus’ angekündigter Verkauf der Fotografie-Sparte sehr traurig und verunsichert zurück lässt. Ich hänge nicht an Marken und beobachte den Markt sehr gerne und schiele immer mal in alle Richtungen.

Ich benötige keine High-End-Kamera um meine Fotos zu machen. Meine Auftragsarbeiten könnte ich mit meiner alten Canon EOS 5D problemlos abliefern. Es macht mir aber mehr Spaß mit einer Olympus OM-D E-M1 Mark II, weil die Kamera schöner aussieht, weil sie kompakter und leichter ist, weil ich für lange Brennweiten nicht so viel schleppen muss und weil der eingebaute Bildstabilisator vieles so viel einfacher für mich macht.

Nun ist für mich gefühlt ein Ende bei der OM-D erreicht und ich frage mich, wie es in Zukunft weitergehen soll… Da kommt Canon plötzlich zurück und stellt mit den R5 und R6 zwei ziemlich spannende Kameras vor – für mich jedenfalls – obwohl sie gleichzeitig kaum langweiliger sein könnten … bigsmile

Total langweilig

Was meine ich mit langweilig? Na, schaut Euch die Kameras mal an! Ich meine, noch biederer und emotionsloser geht es wohl kaum. Die R5 und R6 treten ganz offensichtlich nicht an, um irgendwie besonders stilvoll, retro oder sonst wie besonders zu sein. Es sind schlichte, schwarze Ziegelsteine, die an den Kanten rundgelutscht wurden.

Eine Nikon Df brachte damals gute digitale Technik in einem klassischen Gehäuse. Es mag technisch nicht die beste oder umfassendste Kamera gewesen sein, sie weckte aber Emotionen, sie hatte Stil. Ähnlich ging es mir seinerzeit mit der OM-D E-M1 in silber – Ich hatte sie noch nicht eingeschaltet als ich mich schon verliebt hatte, sie hatte einfach etwas, sie sah nicht nach moderner Digitalkamera aus.

Das alles mag für Euch merkwürdig klingen. Eine Kamera nach ihrem Äußeren kaufen? Naja, nicht nur – aber auch! Wenn man viele Jahre fotografiert und seinen Stil und seine Arbeitsweise gefunden hat, merkt man schnell, dass man seine Bilder im Grunde mit jeder Kamera machen kann und dass man häufig nur einen Bruchteil der Funktionen wirklich nutzt

Seit ich ohne Spiegel mit der E-M1 unterwegs bin, arbeite ich zum Beispiel zu 99,9% im M Modus – So sehr, dass ich überhaupt nicht weiß, wie genau die Olympus bei der automatischen Belichtung die Prioritäten setzt… Bei der Canon 5D wusste ich das sehr genau und war quasi immer im Av Modus unterwegs. So ändert sich die Arbeitsweise über die Zeit smile

Die Emotionen hinter der Kamera sind für mich durchaus spürbar und es muss mir auch Spaß machen die Kamera in die Hand zu nehmen. Die R5 und R6 wecken bei mir – zumindest von den Produktfotos her – keine besonderen Emotionen.

Total spannend

Bildstabilisator – Endlich

Warum spannend, wenn ich die beiden Kameras doch als total langweilig einstufe? Weil es erstmals in einem Canon-Gehäuse einen Bildstabilisator gibt. Etwas, was Canon all die Jahre abgewiesen hatte, weil eine Stabilisierung im Objektiv ja sehr viel besser an die jeweiligen Brennweiten optimiert werden könnte. Ja, schon nachvollziehbar. Olympus hat mir aber gezeigt, dass die Stabilisierung im Gehäuse einen unschlagbaren Vorteil hat: Jedes(!) Objektiv wird stabilisiert, egal ob vom Hersteller oder adaptiert, egal ob modern oder 100 Jahre alt, egal ob gerade am Bajonett oder an einem flexiblen Gummischlauch befestigt. Für mich war seitdem klar: Nie wieder ohne IBIS (In Body Image Stabilization – Bildstabilisierung im Kameragehäuse)

Nun kommt Canon und bringt nach all den Jahren bewegliche Sensoren in der R5 und R6. Wow! Leider sehe ich bisher nur die Werbeangabe, dass bis zu 8 Blendenstufen stabilisiert werden sollen, abhängig vom angeschlossenen Objektiv! Wie gut die Stabilisierung ist, hängt also davon ab, ob das Objektiv ebenfalls stabilisiert ist – dann arbeiten beide Systeme zusammen – und wie groß der Bildkreis ist den das Objektiv in die Kamera wirft – größer gleich besser.

Diese Stabilisierungsangaben mit Blendenstufen beziehen sich auf einen normierten Test, den CIPA-Standard und besagt, dass ausgehend von einer bestimmten Belichtungszeit, mit einer bestimmten Brennweite und einem bestimmten Abstand des Motivs Aufnahmen ohne Verwackelung möglich sind, die x mal länger Belichtet werden. Wer es genauer wissen möchte, kann sich die Beschreibung zum CIPA-Standard für Bildstabilisierung selbst durchlesen – und mir gerne eine zusammenfassende Erklärung hinterlassen ;) 

8 Blendenstufen sind da echt eine Ansage! Canon bezieht sich dabei auf die Verwendung des RF 24-105mm F4 L IS USM bei 105mm. Nehmt eine Belichtungszeit bei der Ihr noch gute Bilder machen könnt, z.B. 1⁄250s und dann verdoppelt die Belichtungszeit 8 mal. Das würde bedeuten, dass man noch eine gute Sekunde aus der Hand halten könnte. – Das ist jetzt nur ein Beispiel von mir, genau so wird der CIPA-Test nicht funktionieren wink und nein, es bedeutet nicht, dass wenn Ihr es ohne Stabilisator 1 Sekunde schafft, dass dann mit IBIS 8 Sekunden ohne Verwackeln möglich wären wink

Wie gut die Stabilisierung bei Nicht-IS-Objektiven ist, weiß ich nicht. Wie gut die Stabilisierung überhaupt ist bleibt noch unklar. Sony hat in den A7 Kameras schon länger Kleinbildformat stabilisiert, Pentax K-1 ebenfalls und keines dieser System reicht an die Qualität der Stabilisierung einer OM-D heran – Ja, der Sensor einer OM-D hat nur ein Viertel der Fläche, ist viel leichter und damit schneller und einfacher zu bewegen, trotzdem ist es das, was ich kenne und lieben gelernt habe und daran werden sich die Canon Kameras messen lassen müssen – mir gegenüber jedenfalls wink

Objektivpark

Damals hatte ich die OM-D als neue Hauptkamera angeschafft und die EOS 5D als Zweit- und Backup-Kamera behalten. Schließlich kam eine zweite OM-D, so dass mein komplettes Hauptsystem auf mFT umgezogen war. Die alten Canon-Kameras und vor allem die Objektive dafür verkaufte ich aber nicht. Wir nutzen sie weiter, Tanja ist viel damit unterwegs und warum etwas weggeben, für das man im Grunde kaum noch etwas bekommt?

Seit 1999 habe ich Canon-Kameras, seit 2005 auch digital und in den Jahren haben sich einige Objektive angesammelt. All diese Objektive könnte ich mit den R-Kameras und einem Adapter weiter nutzen – inklusive Autofokus und Blendensteuerung und so weit ich lesen konnte, sollen die R5 und R6 sogar mit den Bildstabilisatoren der EF-Objektive zusammenarbeiten können.

Ich bräuchte also nur einen R5 oder R6 Body kaufen und könnte sofort loslegen.

Bedienung – Tasten und Menü

Die Gehäuse mögen langweilig sein, bieder, wenig oder eben keine Emotionen wecken. Aber sie sollen ganz offensichtlich auch nicht angeschaut sondern benutzt werden wink

So sehr ich meine OM-D liebe, so ehrlich muss ich sein wenn ich sage, dass meine Hand auch nach Jahren der Gewöhnung noch leicht verkrampft, wenn ich die Kamera viele Stunden bei einer Veranstaltung im Dauereinsatz habe. Etwas, was mir mit einer EOS 350D und schon gar nicht mit einer 5D passiert ist. Die EOS-Gehäuse sehen langweilig aus, aber sie haben eine tolle Ergonomie.

Das ist etwas sehr individuelles. Darum sage ich auch immer wieder, wenn mich jemand fragt ob er/sie nun diese oder jene Kamera kaufen sollte: “Nimm sie in die Hand, schau durch den Sucher, versuche Blende, Zeit, ISO einzustellen”. Je weniger man dabei die Kamera und die Bedienung bemerkt, desto besser kommt man mit ihr klar. Da tickt jeder anders und darum gibt es so viele unterschiedliche Modelle, Formen und Größen.

Die R5 und R6 versuchen nicht auf “fancy” zu machen sondern setzen die Bedienungsphilosophie der EOS-Modelle konsequent fort. Sie gehen gegenüber der etwas älteren R sogar einen Schritt zurück und bringen wieder einen Joystick auf der Rückseite, statt dieses unsäglichen Zwei-Wege-Touch-Dingsbums. Sehr gut!

Ich habe die Produktfotos gesehen, und mir war sofort klar, wie die Kamera funktioniert. Im Gegensatz zur 5D gibt es nun sogar 3 Räder: Für Zeigefinger vorne, für den Daumen hinten oben – die beiden Positionen bei den kleinen Gehäusen, um schnell zwei Werte einstellen zu können – und noch ein Daumenrad hinten statt Steuerkreuz für einen dritten Wert.

Alle drei Räder werden für die Menüsteuerung genutzt: Durch die Rubriken, durch die Tabs innerhalb einer Rubrik und durch die Menüpunkte eines Tabs. Geil! Laut erster Reviews soll das schneller gehen als das Touch-Display zu verwenden bigsmile Auch eine Aussage.

Ich hörte, dass es bei Nikon ähnlich wäre. Wer mit Nikon fotografierte, kam wohl auch schnell mit den neuen Z-Modellen klar. So etwas mag langweilig scheinen, ist aber auch ein großer Vorteil.

Meine beiden Olympus OM-D E-M1 – Unten die Mark I, oben die Mark II

Zurück zu Canon?

Gehe ich zurück zu Canon, zurück zum Kleinbildformat? Da kämpfen verschiedene Stimmen in mir… Ja natürlich, Nein, bist Du verrückt? Obwohl… bigsmile

Die Preise…

Meine Fresse, die Preise im Systemkameramarkt explodieren gefühlt, aber stimmt das auch? Die Verkaufszahlen gehen rapide zurück, bei allen Anbietern, was ja ein Grund ist, weshalb Olympus die Sparte verkaufen möchte. Die Entwicklungskosten sinken aber nicht und daher ist die einzige Option, dass die Dinge teurer werden. Kann ich rational nachvollziehen, muss ich aber nicht gut finden.

Wenn ich hier über Geld schreibe, bitte behaltet im Hinterkopf: Mir ist vollkommen bewusst was tausend Euro sind. Das ist auch für mich sehr viel Geld und zweitausend Euro sind schon ein echter Batzen Geld. Bedenkt aber auch, dass Kameras für mich nicht nur Hobby sondern Arbeitsgeräte sind. Ich verdiene Geld damit. Daher kann ich solche Ausgaben durchaus als Investition sehen und anders kalkulieren. Wobei, Hand aufs Herz: Was geben wir so im Jahr für unsere Hobbys aus, hm? ;) 

2008 stieg ich ins digitale Kleinbildformat ein und zahlte für eine Canon EOS 5D inklusive 24-105/4 L knappe 2.200 Euro. Das klingt nach einem echten Schnapper, da sind ja selbst die mFT-Kamers teurer?!

Allerdings: Die 5D Mark II stand seinerzeit vor der Tür und das ermöglichte einen günstigeren Einstieg weil viele Händler Restbestände zu günstigen Preisen raushauten. Die 5D war zu diesem Zeitpunkt immerhin um die 3 Jahre alt. Als die 5D 2005 für um die $3300 auf den Markt kam, war sie sogar eine sehr günstige Kamera mit so einem großen Sensor. Über dreitausend Dollar/Euro – ohne Objektiv, schon realistischer als Vergleich.

  • EOS 5D Mark I – 2005 – $3300
  • EOS 5D Mark III – 2012 – $3400
  • EOS 5D Mark IV – 2016 – $3500

Die Europreise lagen ähnlich oder leicht drüber wegen der Steuer. Ja, der Preis ging hoch, aber nicht so viel, wie ich es wahrgenommen hatte. So ist das eben, wenn man normalerweise ältere oder gebrauchte Modelle kauft – man hat ein anderes Preisgefüge im Kopf smile

Die EOS R6 soll neu 2600 Euro kosten, die R5 knapp unter 4400 Euro. Das ist viel Geld, verglichen mit der 5D bei Einführung erscheint es aber auch nicht völlig wahnsinnig. Die R6 kommt fast $1000 günstiger daher, die R5 liegt $1000 drüber, bringt dafür aber auch 8K RAW Video mit Aufzeichnung in der Kamera!

Etwas irrer erscheinen mir die Preise für die neuen RF-Objektive, vor allem wenn es etwas lichtstärker sein darf. Holly Molly…

  • 15-35/2.8 um 2400 Euro
  • 28-70/2.0 um 2800 Euro
  • 24-70/2.8 um 2400 Euro
  • 70-200/2.8 um 2800 Euro
  • 24-104/4.0 um 1200 Euro

Ich traue mich gar nicht nach einer modernen Version meines 100-400 Objektivs zu schauen…

  • 100-500/4.5-7.1 um 3000 Euro
  • Das ältere EF 100-400/4.5-5.6 II – um 2000 Euro

Aber gut – Zum einen habe ich viele Objektive, zum anderen habe ich, bis auf das 24-105/4, dass als Kit dabei war, kein Objektiv neu gekauft. Ich finde diese Preisentwicklung nur leicht schwindelerregend. Das ist aber nicht nur bei Canon so.

Ja ich weiß, dass diese modernen Objektive eine unfassbar gute optische Leistung bringen, dass dafür viel Aufwand und Glas erforderlich ist. Die Abbildungsleistung der älteren Objektive genügt mir allerdings – ich hätte nur gerne moderne Autofokus-Systeme die besser für Video funktionieren oder schlicht schneller sind.

Die R6 reicht & hat Vorteile

Die R6 ist preislich erreichbar und scheint fair. Einige meckern darüber, dass sie nur 20 Megapixel hätte – Ich dagegen finde das toll! Meine Aufträge könnte ich problemlos mit der alten 5D fotografieren, die hat 12,8 Megapixel. Meine erste OM-D hatte 16 Megapixel, die aktuelle hat 20 Megapixel. Dass meine Computer damit zunehmend mehr zu tun hatten bei der Bildbearbeitung, habe ich durchaus bemerkt – Und ich kaufe nicht alle 2 Jahre neue Computer wink

Ja, eine Sony A7 III mit 24 Megapixeln hat ein etwas kompakteres Gehäuse und ist inzwischen für unter 2000 Euro zu bekommen. Es ist aber eine Sony und kommt mit meinen Canon-Objektiven weniger gut zurecht wink

20 Megapixel sind eine tolle Auflösung. Fein genug um auch mal einen Ausschnitt zu wählen. Einigermaßen Platzsparend auf den Festplatten und im Online-Backup und vor allem in der RAW-Entwicklung noch gut beherrschbar. Je höher die Auflösung wird, desto träger wird alles: Kopieren dauert länger, Backup dauert länger und verursacht höhere Kosten, RAW-Bearbeitung dauert länger und Regler reagieren träger etc. Und die Pixel sind relativ groß auf dem Sensor, fangen mehr Licht, rauschen weniger – die R6 hat eine Blendenstufe mehr Spielraum gegenüber der R5 (laut Datenblatt – einen echten Vergleich gibt es noch nicht, weil bisher alle Reviewer nur Vorserienmodelle hatten und haben und keine Bilder daraus zeigen dürfen)

Auch hier wieder: Das ist sehr individuell. Es gibt Bereiche in denen die Auflösung gar nicht hoch genug sein kann. Es gibt Fotografen mit viel schnelleren Computern als meine oder solche, die es nicht stört wenn es etwas langsamer geht oder solche, die gar nicht selbst bearbeiten sondern bearbeiten lassen. Ich kann also nur für mich reden/schreiben. Ich verallgemeinere das aber auch nicht – Wenn Du mehr Auflösung brauchst oder willst, dann weißt Du auch genau warum und wofür. Dann gibt es ja eine R5 mit 45 Megapixeln oder eine Sony A7R IV mit 61 Megapixeln etc.

Die R6 ist also preislich attraktiver als die R5, dürfte im hohen ISO Bereich etwas besser sein, hat die vernünftigere Auflösung und das Modus-Wahlrad oben scheint mir rein von den ersten Reviews her sogar praktischer zu sein als das Schulterdisplay mit Modus-Button bei der R5.

Also eigentlich alles klar? Naja …

Die R5 ist besser

Die R5 hat einen deutlich höher aufgelösten Sucher und ein höher aufgelöstes und größeres Display. Wenn man das WLAN nutzen möchte, steht auch das 5 GHz Netz zur Verfügung, bei der R6 nicht. 4K Video mit 120 Bildern pro Sekunde ist auch ein Statement und 8K RAW? Halleluja. Brauche ich das jetzt? Nein. Ist es schön die Reserve zu haben? Ja, absolut – Wer weiß, wann mein nächstes Video-Projekt kommt smile

Auf der anderen Seite kommt die R5 mit 45 Megapixeln. Schön für kleinere Ausschnitte, schlecht für Speicherbedarf und Rechenaufwand bei der RAW-Bearbeitung. Wenn ich davon ausgehe, dass mir 20 Megapixel völlig genügen, könnte ich natürlich mit kompakteren Tele-Objektiven losziehen und dann eben engere Ausschnitte nehmen – Schön um leichter oder vergleichbar leicht wie mit der OM-D unterwegs zu sein, ob das aber von der Bildqualität her aufgehen würde, müsste sich erst zeigen.

Die R5 kann einfach mehr und hat die besseren Displays – kostet aber auch deutlich mehr und ob das Schulterdisplay hier wirklich hilfreich ist, muss sich zeigen, vermisst habe ich es bei der OM-D nie.

Großer Sensor, große Objektive

Der größte (hihi) Faktor ist die Sensorgröße. Kleinbild ist schon genial. Das Freistellungsvermögen ist toll, Ultraweitwinkel ist kein Problem, hohe ISO-Werte sind locker machbar.

Auf der anderen Seite ist bei diesem Format ziemlich egal wie groß das Kameragehäuse ist – Also bezogen auf den Vergleich zu dSLR Gehäusen. Die R5 und R6 sind etwas kleiner als eine 5D, nur ist das wirklich noch relevant, wenn vorne wieder sehr dicke und schwere Objektive dran kommen? Für den lichtstarken Telebereich ist einfach viel und großes Glas erforderlich.

Bei der OM-D wurde über das Olympus 40-150/2.8 PRO gelästert, weil es doch sehr groß und schwer wäre und der Vorteil des kleinen Formats dahin sei. Ich glaube, die Lästerer waren nie mit einem größeren Format unterwegs – oder hatten nie etwas äquivalentes drangeschnallt. Ein 80-300 müsste man auch erst mal finden – Ich kenn aber 70-200/2.8 (gleiche Lichtstärke) und 100-400/4.5-5.6 (ähnliche Freistellung) und beide sind größer und schwerer.

Mit einer R5 oder R6 würde ich also zurück zu echt schwerem Glas gehen. Dafür würde ich es wieder leichter haben Motive freizustellen, auch wenn sie etwas weiter weg sind – Der Wow-Effekt für den Kunden ist damit leichter zu erzeugen … auch wenn die Gefahr besteht, damit als Fotograf etwas fauler zu werden: Das Canon 85/1.8 habe ich schon vermisst wink

Fazit

Ich weiß es nicht bigsmile

Es könnte sein, dass ich mir eine R6 kommen lasse um es einfach mal auszuprobieren. Ich bin neugierig, wie gut der Stabilisator für mich funktioniert, wie sich die Kamera verhält im Bereich Autofokus und Fokus-Tracking, wie sie sich mit Adapter und meinem Zoo an EF-Objektiven verhält.

Es kann auch sein, dass mich der Hafer sticht und ich mir eine R5 zur Ansicht kommen lasse bigsmile

Auf der anderen Seite habe ich auch immer wieder einen Blick in Richtung Fuji geworfen, weil deren Gehäuse wirklich gute Emotionen in mir wecken, nur gearbeitet habe ich noch nie mit denen. APS-C wäre näher dran an mFT, ob die Objektive für das System wirklich kleiner und leichter sind als meinen Canon-Objektive fürs Kleinbildformat und wie diese Preislich liegen, habe ich aber noch nicht evaluiert.

Im Augenblick schließe ich gar nichts aus. Die R5 und R6 sind aber die ersten Canon-Kameras seit langem, die ich wieder interessant finde bigsmile

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