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Akkus – Die Tinte der Kamerahersteller

Akku 3rd-Party OM-D E-M1

Druckerhersteller haben vor Jahren schon auf ein Abo-Modell umgestellt. Billige Drucker kosten oft weniger als neuer Satz Tinte und selbst bei teuren Druckern ist es wichtiger auf die Tintenpreise zu schauen, die umgerechnet gerne um die 100 Euro oder mehr pro Liter kosten.

Ganz so weit ist es bei den Kameraherstellern zwar noch nicht aber die Tendenz zeichnet sich doch ab, dass die Hersteller gerne über das Zubehör verdienen möchten. Gerne werden die Streulichtblenden bei Objektiven weg gelassen und oft für unverschämte Preise verkauft.

Bei Akkus sieht es ähnlich aus. Bisher liefern alle mir bekannten Hersteller mindestens einen Akku mit aus, den weg zu lassen trauen sie sich noch nicht. Wer aber etwas intensiver mit seiner Kamera arbeitet, der braucht mehr als einen Akku. Mindestens einen als Reserve, als Reichweitenverlängerung sozusagen. Bei den Spiegellosen, die schon wegen ihres elektronischen Suchers mehr Strom verbrauchen, würde ich mal grob rechnen, dass man doppelt so viele Akkus haben sollte wie man es von der digitalen Spiegelreflex gewohnt war. Für die Canon 5D habe ich drei Akkus. Für die Olympus E-M1 müsste ich also sechs Akkus rechnen, wenn ich sie genauso nutzen wollte. Das kann aber schnell ein sehr teurer Spaß werden…

In die OM-D E-M1 kommen Akkus vom Typ BLN-1. Angegeben ist dieser Akku-Typ mit 1220 mAh. Olympus verkauft ihn für knapp 60 Euro. Bei Amazon bekommt man das Original für knapp über 50 Euro.

Jetzt überlege ich mal kurz: Ein Akku reicht auf keinen Fall, ein zweiter für mehr Ausdauer ist Pflicht, schon um jeweils einen Akku laden zu können während man mit dem zweiten weiter fotografiert. Für ein Foto-Wochenende sollte es dann eher ein dritter sein, denn wenn ein Akku gerade in der Unterkunft geladen wird, hat man ja nur einen unterwegs dabei – zu wenig. Und ein vierter ist als Backup immer sinnvoll. Also sage ich mal, dass ich mindestens 3 zusätzliche Akkus für den Anfang brauche. Zwei weitere können später folgen.

Drei Akkus würden also zwischen 150 und 180 Euro kosten. Wow.

Wer sich eine E-M1 leisten kann, der hat auch Geld für Akkus

So kann man natürlich argumentieren. Man kann aber auch sagen, dass man das Geld für eine E-M1 zur Verfügung hat, weil man sein Geld überlegt verwaltet und investiert.

Ich schaute mich also um, ob es nicht, wie für Canon auch, günstigere Alternativen gab – und ich fand reichlich davon. Teure Alternativen liegen um die 15 Euro pro Stück. Billigere kosten um 10 Euro pro Stück. Es gibt viele Doppel-Packs um 25 Euro, was einem Stückpreis von um die 12,50 entspricht. Mal kurz rechnen. Drei zusätzliche Akkus kommen damit auf ca. 38 – 45 Euro.

Ich kann Vier Akkus kaufen für den Preis eines einzigen Originalen Olympus-Akkus.

Holla die Waldfee smile

Mir ist natürlich bewusst, dass es bei einem Akku nicht nur auf die Passform ankommt sondern das Innenleben durchaus entscheidend und kritisch ist. Li-Ion Akkus speichern verhältnismäßig viel Energie auf engem Raum in mehreren dünnen Schichten. Diese Trennschichten müssen sauber und gut verarbeitet sein, die Elektronik muss ordentlich ausgeführt sein etc. Ich hatte in der Vergangenheit für jede meiner Kameras Akkus von Drittanbietern und kann daher auch sagen, dass es Qualitätsunterschiede gibt. Manch ein Akku war nicht so ausdauernd wie das Original, die meisten ließen nach ein oder zwei Jahren deutlich an Leistung nach während das Original noch klaglos seine Energie in die Kamera pumpte. Ich erwarte also von einem 15-Euro-Akku nicht dieselbe Langlebigkeit wie vom Original. Aber wie ich es auch rechne, selbst wenn ich jedes Jahr einen neuen Satz Akkus kaufen müsste wäre ich immer noch günstiger als mit den originalen, die ja auch nicht ewig halten.

Ich entschied mich für ein Doppelpack namens Dot.Foto für knapp 26 Euro. Erst mal zwei zum testen, dachte ich mir. Als ich die auspackte war ich schon erstaunt.

Akku 3rd-Party OM-D E-M1

Absolut identisch, wie ein Ei dem anderen. Von der Form her war mir das ja klar, sonst würden sie ja nicht passen. Aber auch die Farbe? Wie bei Eiern kann man hier nur im direkten Vergleich und unter dem passenden Licht ein ganz leicht helleres Grau erkennen. Der Pfeil mit der Richtungsangabe, die Aufschrift Li-ion BATTERY – identisch mit dem Original. Nur der Schriftzug OLYMPUS fehlt.

Akku 3rd-Party OM-D E-M1

 

Erst auf der Unterseite unterscheiden sich die scheinbaren Zwillinge dann für den Anwender. Das Original ist mit feinster Schrift eng bedruckt, mein Akku hat die Qualitätskontroll wohl am 31.07.2013 bestanden, so interpretiere ich jedenfalls das angedruckte Datum. Der Nachbau zeigt mir kein Datum, ich weiß also nicht wie lange der schon im Lager lag und die Warnhinweise sind nur in englisch zu lesen. Sieht man auf der Seite mit den Kontakten genau hin, erkennt man beim Nachbau eine rechteckige Mulde neben den Kontakten. Beim Original ist diese Mulde mit einem passenden Aufkleber aufgefüllt. Was sich wohl darunter verbirgt?

Ich bin nun nicht Elektronikfachmann genug um die Akkus zu öffnen um das Innenleben zu vergleichen und ich habe auch keine ausgefeilten Messinstrumente, um das Lade- oder Verbrauchsverhalten messen zu können. Ich kann nur sagen, dass die Akkus voll geladen bei mir ankamen und zumindest der erste funktioniert bisher anstandslos in der Kamera.

Ich werde diese Akkus in der nächsten Zeit verwenden und mal beobachten, ob mir etwas auffällt im Vergleich zum Original. Zwei weitere Akkus möchte ich ja gerne noch haben – mal gucken, ob es zwei weitere Dot.Foto werden oder ich noch Alternativen ausprobiere smile

Außerdem bin ich neugierig, ob es alternative Ladegeräte gibt um mindestens zwei Akku gleichzeitig laden zu können. Auch wäre es schön, wenn die Ladeanzeige etwas mehr Informationen geben könnte also nur Ich lade noch und Ich habe fertig.

Habt Ihr eine OM-D? Welche Akkus nutzt Ihr und welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht?

 

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