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Stab-Licht-Shooting beim Villa-Warming

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Chris und ich produzieren gemeinsam regelmäßig den Foto-Podcast Happy-Shooting und bieten Foto-Workshops an. Seit wir irgendwann 2006 damit anfingen ist Chris zunächst von Tübingen nach Hannover gezogen und nun von der einen Seite Hannovers zur anderen in ein recht beeindruckendes Häuschen – Die Viewfinder Villa smile

So ein Ereignis soll gebührend gefeiert werden, weshalb Moni und Chris zum Villa Warming einluden. Über 30 Hörer meldeten sich an und ich war natürlich auch dabei. Robert hat direkt ein Video aufgenommen.

Außerdem war Ingo von enjoyyourcamera anwesend und er hatte einige LED-Lichter zum ausprobieren zur Verfügung gestellt. Mich fesselte sofort die Stableuchte – Endlich eine günstige Alternative zum Ice Light? Ich konnte es nicht lassen und startete ein spontanes Test-Shooting smile

Zunächst mal zum Ice Light – hier die offizielle Webseite. Um diese LED-Stableuchte wird vom Erfinder Jerry Ghionis – ein, den Bildern nach zu urteilen, sehr guter Hochzeitsfotograf – ein ziemlicher Wirbel gemacht. Er nennt es auch mobiles Fensterlicht. Nun ja, ich hatte mich von dem Hype anstecken lassen und verspürte schon Lust, so einen Lichtstab mal auszuprobieren, ist doch im Grunde ein mobiles Strip-Light, es ist Dauerlicht, ich sehe also schon beim komponieren des Bildes was ich tue, genial.

Genialität hat aber auch ihren Preis – selbstbewusste € 500 musste man schon anlegen, für eine Leuchte. Oha, ich möchte ja schon gerne mal etwas mehr mit Dauerlicht machen, für einen ersten Einstieg, zum spielen und experimentieren war mir das aber doch etwas heftig. Ich suchte nach Alternativen, fand aber keine.

Bis vor wenigen Tagen der aktuelle Newsletter von enjoyyourcamera eintrudelte…

Hinweis: Enjoyyourcamera ist Sponsor von Happy Shooting – Dieser Blog und dieser Beitrag sind jedoch nicht bezahlt worden! Ich schreibe hier aus freien Stücken meine ganz persönliche Meinung und hätte ich das Stablicht bei Amazon gefunden, hätte ich eben Amazon statt enjoyyourcamera geschrieben smile Die Links zu Amazon sind Affiliate-Links, ich bekomme also ein bisschen etwas ab, falls Ihr dort kauft. Alles klar? Prima wink

Dort tauchte nicht nur das recht teure Ice Light auf sondern auch ein deutlich günstigerer Leuchtstab von B.I.G. … oder CameraPlus, je nachdem wo man sucht. Offensichtlich also irgendein “Billig”-Nachbau, der unter verschiedenen Namen vertrieben wird.

Statt € 500 werden nur noch schlanke € 200 für eine Leuchte fällig – bei Amazon zeitweise um € 170 – ein orangener Überzieher zum Wechsel der Farbtemperatur inklusive, der bei Ice Light auch noch mal um € 30 extra kostet.

Den technischen Daten nach zu Urteilen sind sich die beiden Leuchten sehr ähnlich. Etwa dieselbe Länge, selber Durchmesser, sehr ähnliches Gewicht, Farbtemperatur beim einen um 5200 bis 5400 Kelvin, beim anderen um 5600Kelvin.

Einen Unterschied gibt es aber: Beim Ice Light ist der Akku eingebaut und nicht wechselbar. Ist er leer, muss die Stableuchte wieder aufgeladen oder eben am Stromkabel genutzt werden. Bei der günstigen Alternative steckt ein Standard Sony NP-F500 Akku im Griff. Diese Akkus passen auch andere LED-Leuchten, zum Beispiel an Flächenleuchten, so dass man immer einen Satz dieser Akkus im Koffer haben könnte um jederzeit Licht zu  machen.

Ich kann die B.I.G.-Leuchte leider nicht mit dem Ice Light vergleichen, weil mir der teure Stab nicht zur Verfügung stand. Bei einem ersten Test konnte mir dieser Stab aber schon gefallen. Uwe war spontan mein Model – Passend zum Typ wurden es ein paar kernige und auch körnige Schwarz-Weiß-Fotos. Keine Angst, die OM-D rauscht nicht so stark, das Korn kommt aus Lightroom wink

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Dieses Bild ist ausschließlich mit der einen Stableuchte beleuchtet. Das Umgebungslicht spielte so gut wie keine Rolle.

Bei den beiden folgenden Bildern kam noch eine normale Schreibtischlampe von rechts Hinten dazu

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Es war nicht ganz einfach mit so einem Stablicht zu arbeiten, weil ich es einfach noch nicht kannte. Die Charakteristik des Lichtes ist spannend. Auf der einen Seite ist es weich, weil die Leuchtfläche sehr lang ist und damit harte Schatten vermieden werden – schaut euch mal die Brillenschatten an, fast keine zu sehen, trotz der extrem kontrastreichen Bearbeitung. Auf der anderen Seite ist es nur ein ganz schmales Licht, dass wiederum für harte Schattenkanten sorgen sollte, zumindest in einer Richtung, zu erkennen an der Schattenlinie neben der Nase oder beim Übergang in den Schatten auf der dunklen Gesichtshälfte.

In der Aufregung vergaß ich allerdings völlig den orangenen Überzug zu testen um zu sehen, wie sich die Anpassung der Farbtemperatur schlägt.

Hach ja, Ich glaube, ich packe mir so eine Lampe mal auf den Wunschzettel, auch wenn es natürlich keine vollständige Alternative zum Blitzlicht sein kann, dafür reicht die Leistung einfach nicht aus.

Matthias Widera war so freundlich, mir ein Making-Of zur Verfügung zu stellen, da könnt Ihr den Leuchtstab gut sehen. Schaut Euch den Schatten rechts an der Wand an, da ist die Charakteristik dieses Lichtes gut zu erkennen.

Foto: Matthias Widera Making-Of - B.I.G. Stablicht.

Foto: Matthias Widera
Making-Of – B.I.G. Stablicht.

Wenn Ihr mehr vom Villa Warming sehen möchtet, hier entlang.

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4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Schöne Charakter Portraits, da passt das Licht richtig gut zu.

    Ich glaube ein Unterschied zum Ice Light ist der Abstrahlwinkel oder? Das hat ja mehr einen schmalen „Schlitz“, ähnlich eines Strip-Lights, während obiges in alle Richtungen zu leuchten scheint?
    Allerdings könnte man sich für den Preisunterschied auch so einige „Überzieher“ selbst basteln und wäre dann unter Umständen sogar noch flexibler.

    Antworten

    • IceLight und das B.I.G. haben beide nur einen Licht-Schlitz, also Strip-Light. Ob die unterschiedlich breit abstrahlen weiß ich natürlich nicht.

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  2. Danke für den Beitrag und die richtig tollen Porträtfotos.
    Das Model kommt klasse in SW rüber. In Farbe hätte es auch nicht gewirkt.

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