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Docma: Extrem hohe Auflösungen sind sinnlos

Ein Docma-Artikel macht gerade die Runde. In diesem Beitrag wird erklärt, dass selbst die derzeit besten Objektive nicht in der Lage seien, die 50 Megapixel der neuen Canon 5Ds aufzulösen. Im Kleinbildformat sei das Limit bei etwa 29 Megapixeln erreicht, sinnvoll seien Auflösungen um die 24 Megapixeln. Im APS-C-Format sei das sinnvolle Limit bei etwa 9 Megapixeln und im mFT-Format bei 5 Megapixeln.

Alle höheren Auflösungen würden nur zu größeren Dateien führen, nicht aber zu wirklich mehr Details. Oder anders: Man könnte die Datei auch einfach in Photoshop größer rechnen und vorhandene Pixel interpolieren.

Zum 35mm-Format kann ich nichts sagen, meine 5D macht nur 12,8 Megapixel. Meine E-M1, im mFT-Format, hat einen 16 Megapixel Chip. Mir fällt es gerade schwer zu glauben, dass ein 5 Megapixel Sensor dieselben Details enthalten würde. Ich verstehe was der Docma-Artikel sagen möchte, stehe den Aussagen um die optimale Auflösung aber doch etwas skeptisch gegenüber.

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14 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Die Auflösung meiner 5DMk3 dürften mir noch lange genügen. Es ist ja reine Mathematik wieviel MP man braucht um beim Betrachten eines Bildes keine einzelnen Bildpunkte mehr sehen zu können. So ein großes Plakat wie es oft als Argument für so viele MP angebracht wird schaut man ja eigentlich auch nicht mit nur wenigen Zentimetern Abstand an. Die werden wohl kaum mit 300 DPI/PPI gedruckt. Selbst für eine Doppelseite in einem Magazin würde man keine 36 oder gar 50 MP benötigen. Jeder kann den Taschenrechner und Google zur Hand nehmen und wird feststellen, im Normalfall werden nicht mal 10 MP für hochwertige Drucke benötigt!

    Ich will als nächstes lieber eine Kamera mit noch höherem Dynamikumfang und weniger Rauschen bei hohen ISO-Werten!

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  2. Reißerische Überschrift (schon das erste Manko) und wenig Futter dahinter. Da gibt es ganz andere Sensoren mit ganz anderen Pixel Pitch.

    Mehr Pixel sind im Grunde (lassen wir mal den Anspruch an den Workflow mit großen Files weg) immer besser. Allein schon wegen dem möglichen Oversampling. Da bin ich ganz bei Diglloyd, der es immer wieder anführt und begründet: http://diglloyd.com/blog/2015/20150205_0847-oversampling.html.

    Und natürlich ist die Pixelzahl nur einer von vielen Parametern und Fähigkeiten, die zur Güte eines Sensors beitragen. Und ob da Canon so gut liefern wird, wie es schon seit längerem Sony macht? Das bleibt abzuwarten. Ich persönlich brauche keine 50 MP in einem so teuren Gehäuse.

    Allerdings hätte ich lieber einen exzellenten 50 MP Sensor als einen schlechten 24 MP Sensor… Warten wir mal ab, was kommt.
    Übrigens: Die 16 MP in meiner OM-D E-M5 und gleichgeblieben in deren Nachfolger sind mir heutzutage definitiv zu wenig. Reicht ja gerade aus, um mein 27″ Retina-Display adäquat zu „befüllen“.

    viele Grüße,
    Torsten

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    • Hi, nicht, daß ich die Auflösung meiner OM-D E-M5 überragend fände. Für Reisefotos reicht das aber voll auf. Habe schon einige Fotos auf Kantenlänge 180 cm aufgeblasen, ohne daß Pixel und Rauschen unangenehm auffallen. Ein guter Workflow ist eben überaus wichtig. Manchmal wichtiger, als ein höher auflösender Sensor.
      Gruß Wolf

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  3. Grundsätzlich ganz interessant das Thema mal durchzusprechen, doch Grade bei APS-C mit 9 oder mFT mit 5MP kann ich mir niemals vorstellen, dass kein unterschied zu sehen wäre.

    Worauf überhaupt nicht eingegangen wird ist, dass Unschärfe die vom Objektiv erzeugt wird nunmal anders aussieht, als wenn man etwas am Computer hochrechnet. Würde gerne mal einen Test mit z.B. Sony a7 (die genau auf den 24MP liegt) und einer Sony a7R (36MP) machen.

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  4. selbst wenn effektiv nur 30 MP hinten rumkommen sollten, sind das immer noch doppelt soviel wie bei einer 5d II. Bei Landschaftsaufnahmen wünsche ich mir häufiger höhere Auflösungen als 21 MP.

    Und dann gilt noch: Die Auflösung in MP ist kein Kennwert eines Objektivs. Mit dem 100er L-Makro (gefühlt meine schärfste Linse) bring ich auch nur 2200 von 3700 Linien an der 5dII (Werte geschätzt). Die erreich ich aber niemals mit meiner alten 1d III.

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  5. Herr Künne kann leider DXO-Mark nicht richtig lesen.
    Würde er es können, würde er feststellen, dass bei der D8x0 35 MPixel möglich sind, bei der D7100 (APS-C) 22 MPixel und bei mFT 12MPixel.
    Das ist doch in Wirklichkeit deutlich mehr als in dem Artikel.

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  6. Jaja, totgeglaubte leben länger…Pixelpumping is vorbei? Denkste. Bauen die Kamerahersteller endlich Sensoren mit 20EV dynamic range? Denkste. Bauen sie endlich brauchbare User Interfaces für Kameras? Denkste. Lieber das maximale aus dem „Investment“ Sensor rausholen und Pixelstopfen betreiben.
    Ja, Oversampling usw. mag ja alles stimmen – aber es kann mir keiner erzählen, dass er, selbst wenn er Profi ist, die 50MP wirklich braucht -wenn er nicht croppen will/muss.
    Ich kenne Architekturfotografen die für Hochglanz-A4 Magazine auch schonmal 2 MP Bilder abgeben – funktioniert auch. Wenn man jetzt Peter Lik heißt und Fine Art Printing macht – gut, mag sein, dass 50MP da evtl. Sinn machen, aber wieviele Fotografen leben vom Verkauf von Prints? Das meiste wird doch digital oder in Magazinen publiziert – da reichen 8-12MP locker.
    Ganz abgesehen von der Datenmenge die produziert wird. Und eben, um auf dein thema zu kommen, Boris, die Objektive. Das was DoXMA schreibt ist definitv Quatsch. Aber irgendwann ist die Auflösungsleistung von Objektiven nunmal erreicht – nicht zuletzt, weil man irgendwann in Bereiche kommt, wo die Wellenlänge des Lichts eine Rolle spielt.
    Das PDF von SChneider-Kreuznach ist zwar sehr ausführlich, aber in einem Teil gehen sie auf die „rechnerische“ Auflösungsleistung von Objektiven ein: http://www.schneiderkreuznach.com/industrial-solutions/objektive-und-zubehoer/know-how/die-bildqualitaet-von-objektiven-fuer-die-digitale-fotografie/

    Quintessenz: es ist noch Luft nach oben – allerdings nur mit qualitativ sehr (sehr) guten Objektiven. Zeitgleich mit der neuen 5d hat Canon ja auch ein neues 11-24mm rausgehauen. Auch im dreistelligen Bereich…

    Ursprünglich war ja Canons GEschäftsidee wohl, dem digi-Mittelformat Konnkurrenz zu machen. Sales pitch: Fotografen die eh schon Canon-Gear haben, brauchen sich nicht ein extra Mittelformat-System zulegen – mit eigenen Objektiven etc. pp. sondern können einfach die Canon-Linsen auf der 5ds benutzen. Soweit so schön, nur wenn ich hochwertigere Canon-Linsen brauche um auf dem „kleinen“ FullFrame Chip die 50MP voll ausreizen zu können – ist es da nicht billiger, sich für ein Shooting eine Pentax 645 oder ne Hasselblad zu LEIHEN??
    Naja, ich bin definitiv kein Profi und will es auch nicht sein – aber ich finde, dass viel zu viel über Canon geredet wird! Das ist eine Kamera für Profis. Lass die ihr Ding machen – ich will was anderes machen.
    Danke dir trotzdem, für den Blogpost ;-)

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  7. Ich bin seit gut zwanzig Jahren im Print-Publishing und Fotografie-Business und dachte schon, es sei endlich mal Ruhe mit dem Megapixelunfug. Es ist wirklich lustig zu lesen, mit welchen waghalsigen Argumenten vor allem Amateure versuchen sich sündhafte teure Kameras und dicke Auflösungen schönzureden. Hobby-Landschaftsfotografen „müssen“ auf 1:1 gezoomt noch Details in den feinsten Ästen erkennen können, die weder am Bildschirm noch im Print an der Wand irgendjemand erkennen könnte, der das Bild normal betrachtet. Doch zumindest gibt es Hersteller wie aktuell beispielsweise Olympus mit der OMD E-M1 und E-M5, die neue Wege gehen und Kameras produzieren, die anders und in vielerlei Hinsicht besser sind, weil sie den Fotografen unterstützen, anders zu denken und zu fotografieren – das macht Hoffnung.

    Wie schon meine Vorredner schreiben braucht aus Qualitätsgesichtspunkten keiner mehr als etwas 12 MP für alle herkömmlichen Anwendungsarten für Online- und Print-Zwecke, selbst für sehr große Drucke. Lange Zeit waren de facto 5 MP bzw. später 8 MP ein völlig ausreichender Standard in der Branche. Ich denke 16 oder 18 MP sind ideal, weil so tatsächlich noch jede Menge „Fleisch“ für Anschnitt vorhanden ist und trotzdem die RAWs in vernünftigen Größen bleiben. Lustig, wenn manche 36 MP Bilder „brauchen“, doch dann nicht mehr wissen, wie sie diese auf ihren SSDs unterbringen sollen und die Performance in der RAW-Verarbeitung oder schon beim Blättern durch die Aufnahmen einbricht. Ab 24 MP sind mittelfristig teure Anschaffungen für größere SSDs, schnellere Rechner und vor allem Top-Objektive notwendig. Bei 36 MP führt gar kein Weg daran vorbei, wenn man effizient arbeiten will. Alle Mühen und Investitionen fließen dann in die Taschen der Hersteller, doch keineswegs in sichtbar bessere Bildqualität, geschweige denn in wirkungsvollere Bilder.

    Schaut Euch das Bild an, das vermutlich jeder schon mal gesehen hat: „Lunch atop a Skyscraper“ von 1932 von Charles C. Ebbets. Das Bild ist nicht wirklich scharf, ist verauscht/körnig und teilweise sind sogar Details etwas ausgefressen. Trotzdem hat das Bild Jahrzehnte überdauert und seither die Menschen fasziniert. Ebbets hat keine 36 MP benötigt und nicht nach L-Objektiven geschriehen, sondern aus heutiger Sicht einfachste Technik benutzt, um ein wirkungsvolles Bild zu schießen. Klar, die technologische Entwicklung geht weiter und die Anforderungen steigen – und das ist auch gut so. Doch MP-Treiben ist der denkbar unsinnigste Bereich für Weiterentwicklungen, außer man ist Hersteller und an Gewinnmaximierung durch hochpreisige Kamerabodys und immer teuer werdende Objektive interessiert ;-)

    Think about it!

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  8. @Boris und Axel das Bild hängt seit 15 Jahren (mit kurzer Unterbrechung) als 120×70 bei mir. ;-)
    Erschreckend finde ich eher das viele Amateure technische Bildqualität mit einem „gutem Bild“ verwechseln.
    Viel Auflösung bringt ohne entsprechende Arbeitsweise sowieso kaum Vorteile. Sie schadet dem Bild entgegen der Landläufigen Meinung aber auch nicht.
    Es gibt aber auch immer die Bewegung „was ich habe sollte auch für jeden anderen reichen“. Was viele bei der D800 übersehen ist das dies der erste Sensor seit langem war der den Dynamikumfang signifikant gesteigert hat.
    Wer Ende 2013 wie ich auf der Suche nach einer neuen Nikon Kamera mit sehr guten AF war, keine 5 Jahre alte Technik, und nicht 6000€ ausgeben wollte ist fast zwangsläufig bei der D800 gelandet. Heute hat man die Auswahl D7100 , D7200 oder die D750. Die 36Mp hat man dann einfach mitgenommen, sie waren kein Kaufgrund.

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    • Das stimmt allerdings – Der Dynamikumfang der D800 hatte mich echt überrascht. Das hatte ich, auch wegen der hohen Pixelzahl, nicht erwartet.

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  9. Übrigens soll die neue Vollformat-Kamera von Pentax – ihr berichtetet bei Happy Shooting – auch Pixel-Shift machen können. Allerdings nicht, um 40MP Bilder zu erzeugen, wie die OMD von Oly, sondern um true-color zu machen…
    Ich verstehe noch nicht ganz wie das funktionieren soll bzw. was der Vorteil davon ist, aber es zeigt, dass zumindest manche Hersteller merken, dass es nicht nur um mehr Pixel geht, sondern das Kunden auch mehr Dynamikumfang, Farbumfang etc. haben wollen…
    Insofern ist die technische Entwicklung von Kameras auf jeden Fall positiv zu bewerten. Es darf halt nie Mittel zum Zweck werden…

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  10. Der Zug fährt weiter und wir werden in Zukunft noch die eine oder andere Überraschung erleben.

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