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Cosyspeed Streetomatic – Ein Blick auf die neue Hüfttasche

Cosyspeed Camslinger Streetomatic

Die Tasche wurde mir von enjoyyourcamera.com zur Verfügung gestellt zur Vorstellung im Happy-Shooting-Podcast. Ich finde diese kleinen Taschen für mich privat so interessant, dass ich mir die Freiheit herausgenommen habe, hier eine kleine Vorstellung dazu schreiben. Dieser Beitrag ist nicht bezahlt sondern enthält, wie immer, meine persönlichen Ansichten und Meinungen.

Ich habe immer gesagt, dass ich kein Taschen-Freak bin. Ich überlege mir sehr genau was ich wirklich benötige und suche mir möglichst passende Produkte. Ich meine, wie viele Taschen kann ein Fotograf schon gebrauchen?

Ich komme so langsam zur Erkenntnis: Mehr als man gemeinhin glauben mag smile

  • Ich hatte früher einen Rucksack. Sehr praktisch bei Reportagen und langen Ausflügen weil ich das Gewicht so sehr gut tragen konnte.
  • Inzwischen habe ich einen Trolley. Sehr praktisch, wenn ich wirklich “alles” dabei haben möchte für Auftragsarbeiten. Ich muss damit nichts tragen aber für längere Spaziergänge ist das natürlich nicht gedacht.
  • Seit einiger Zeit habe ich einen Messenger der ebenfalls sehr praktisch für kleinere Ausflüge ist. Es passt eine Menge hinein. Es gibt aber Situationen, da ist diese Tasche einfach zu viel.

Es fehlt mir einfach etwas kleines für kurze Spaziergänge oder Ausflüge. Etwas Zubehör für den Fall der Fälle dabei haben ohne große Taschen an mir hängen zu haben. Eine Möglichkeit sind die normalen Foto-Umhängetaschen.

Eine Alternative sind Hüfttaschen. Cosyspeed bietet solche an und um so eine soll es hier gehen.

Kleinkram immer dabei

Objektive und etwas Zubehör passen gut in die Tasche – Zumindest wenn es um kleinere Micro-Four-Third-Objektive geht

Objektive und etwas Zubehör passen gut in die Tasche – Zumindest wenn es um kleinere Micro-Four-Third-Objektive geht

Ich weiß nicht, ob ich mit diesem Problem alleine bin oder ob andere auch immer am rumwurschteln sind?! Die Rede ist zum Beispiel von Foto-Spaziergängen im Sommer – Unterwegs im T-Shirt ohne Jacke, kennt Ihr?

Es gibt einige Dinge, die ich immer dabei haben möchte – Portemonnaie und Schlüssel auf jeden Fall. Je nach Gelegenheit auch Sonnencreme, Taschentücher und ein Brillenetui für die Sonnenbrille. Wenn ich mit Kamera unterwegs bin, vielleicht auch mal ein zweites Objektiv, Ersatz-Akku, Speicherkarten und bei Reportagen mit lauter Musik meine Ohrenstöpsel.

Und wohin damit? Ohne Jackentaschen? Ich könnte nun eine Messenger-Tasche umhängen, durchaus eine gute Lösung aber oft einfach größer als notwendig und man hat immer einen Gurt am Hals über der Schulter liegen.

Die Alternative für weniger Besteck ist eine Hüfttasche und die Taschen von Cosyspeed finde ich persönlich ziemlich knuffig.

Modelle

Bisher kannte ich die Cosyspeed Camslinger 105 und die Cosyspeed Camslinger 160. Enjoyyourcamera hatte mir diese in der Vergangenheit für eine Vorstellung im Happy-Shooting-Podcast zugeschickt. Ich gebe zu, dass ich Anfangs eher dachte: “Hm, ziemlich kleine Taschen, nichts besonderes. Wer soll so etwas brauchen?” smile

Ich hatte sie aber ausprobiert und fand das Prinzip der 105 echt gut – Ein stabiler, breiter Hüftgurt und der Verschluss der Tasche mit Gummiband-Sicherung hatte es mir angetan. Ich persönlich mochte auch die schwarze Tasche mit dem grünen Akzent am Verschluss.

Allerdings war mir die 105 tatsächlich zu klein. Die 160 hatte mich dann endgültig überzeugt. Damit war ich sogar auf einem Tagesausflug über Stock und Stein, querfeldein durch den Wald und auf einem Schlauchboot unterwegs. So hatte ich Objektiv, Akkus und anderen Kleinkram dabei ohne störende Gurte am Hals.

Neu ist jetzt wohl die Camslinger Streetomatic, die ich gerade zur Verfügung gestellt bekommen habe. Ich habe sie einmal ausgepackt, genauer angesehen und kurz ausgeführt. Die 105 oder 160 habe ich nicht mehr zu Hand, konnte aber aus dem Gedächtnis Vergleiche ziehen.

Streetomatic – Mehr Stauraum

Flexible Einteilung – Das hatte ich bei meinem Test dabei. Ja, das sind drei Objektive ;)

Flexible Einteilung – Das hatte ich bei meinem Test dabei. Ja, das sind drei Objektivewink

Ich tippe hier keine Werbeslogans ab sondern schildere einfach, wie ich die Tasche wahrgenommen habe. Die Streetomatic ist offenbar eine Weiterentwicklung der Camslinger-Reihe. Ich hoffe allerdings, dass die älteren Modelle im Programm bleiben, denn sie haben jeweils ganz eigene Vorzüge oder auch Nachteile.

Auffällig ist schon mal die Farbe. Die Streetomatic ist neben schwarz auch in blau und in beige/khaki verfügbar. Ich vermute, die blaue ist weniger anfällig für Schmutz, die beige gefällt mir auf den Bildern besser. Geschmacksache, die blaue dürfte weniger auffallen wink

Was ins Auge fällt sind die zusätzlichen Taschen an den Seiten. Auf einer Seite befindet sich ein tiefes Einschubfach mit langem Klappdeckel als Schutz. Mein iPhone 6 passt hier von der Breite gut rein, ragt nach oben allerdings etwas heraus. Der Deckel reicht aber locker drüber und hält per Klettverschluss das Telefon am Platz. Auf der anderen Seite ist eine Tasche mit Reißverschluss. Der Reißverschluss geht einmal fast herum, so dass sich die Seitentasche sehr weit öffnen lässt. Innerhalb dieser Tasche befindet sich nochmals ein Netzfach mit Gummizug. Ich kann mir gut vorstellen, hier Speicherkarten, Akkus oder Kabel unterzubringen.

Die Tasche selbst, also das Hauptfach, unterscheidet sich ebenfalls von den bisherigen Camslingern – Die alten Taschen konnten in der Breite per Klett verstellt werden, die neue hat eine feste Größe. Vier Klett-Teiler in zwei Größen sind dabei, womit man sich den knappen Raum bei Bedarf einteilen kann. Dazu gleich mehr.

Der Gurt sah mir vertraut aus. Er lässt sich sehr gut in der Länge justieren und er fixiert sich selbst per Klett, so dass keine überschüssigen Gurtteile herum baumeln. Ich würde sagen, dass hier im Detail Änderungen vorgenommen wurden, ohne genauen Vergleich mit den alten Taschen kann ich das aber nicht sagen. Der Gurt-Verschluss ist wie bei den alten Taschen, was durchaus positiv ist.

Der Haken an der Gurtkonstruktion ist aber geblieben: Möchte man die Tasche links tragen, so befindet sich der Verschluss am Rücken, da sich der Gurt nicht abnehmen und umdrehen lässt. Ich kam damit aber gut klar – Einfach rechts tragend befestigen und dann die Tasche nach links schieben, wobei der Gurt eben um den Körper gedreht wird. Am Ende konnte ich den Gurt auch blind am Rücken schließen und öffnen.

Neuer Taschen-Verschluss

Der neue Verschluss lässt mich unentschlossen zurück – Einfacher und schneller zu treffen aber unflexibler bei der Beladung

Der neue Verschluss lässt mich unentschlossen zurück – Einfacher und schneller zu treffen aber unflexibler bei der Beladung

Die alten Taschen hatten einen Verschluss mit einer Art Druckknopf. Der Deckel wurde auf einen Pin gedrückt und so verriegelt. Um die Tasche zu öffnen, musste man am Deckel am Verschluss ziehen, damit dieser entriegelt wurde. An der Tasche waren zwei Pins befestigt, so konnte man die Tasche entweder eng schließen oder, wenn sie mal etwas voller gepackt war, mit dem oberen Pin verschließen. Ein Gummiband konnte von der Taschenunterseite über den Verschluss gezogen werden als zusätzliche Sicherung.

Diesen Verschluss fand ich sehr praktisch. Ich gebe aber zu, dass ich immer wieder nach dem Pin fühlen musste und der Schließvorgang so etwas länger dauern konnte. Wirklich gestört hatte mich das aber nicht und wenn es mal schnell gehen musste, hatte ich einfach nur das Gummiband verwendet.

Die Streetomatic hat nun einen ganz anderen Verschluss, der an meine alte Schultasche erinnert. Die Tasche hat einen Metallbügel, der Deckel ein Metallgegenstück. Der Metallverschluss wird in den Bügel geschoben und er verschließt sich dann selbst, weil das Metallstück federnd gelagert ist. Hat ganz sicher jeder von Euch schon mal gesehen.

Genau dieser neue Verschluss lässt mich zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite ist dieser Verschluss schneller und sicherer auch ohne hinzuschauen zu bedienen. Auf der anderen Seite gibt es nur einen Bügel, die Tasche muss also immer komplett und damit recht eng geschlossen werden. Packe ich die Tasche etwas voller oder lasse ich sie etwas ausbeulen, ist der Verschluss nur schwer oder gar nicht mehr zu erreichen. Das alte Prinzip mit den zwei Pins fand ich flexibler.

Es gibt – oder gab? – eine Streetomatic in grau-braun. Diese hat die neuen Seitenfächer aber den alten Pin-Verschluss. Diese Tasche könnte mein Favorit sein, allerdings ist sie derzeit nicht verfügbar. Ob sie in dieser Form noch produziert wird?

Was rein passt

Das hängt stark davon ab, was für ein Kamerasystem Ihr habt. Die Objektive für meine Olympus OM-D E-M1 sind meistens sehr kompakt. Wollte ich mit einer Vollformatkamera losziehen, würde es in so einer Hüftasche natürlich enger – Ein 50mm f∕1.8 oder ein 85∕1.8 passen aber auch rein.

Natürlich geht es nicht immer darum Objektive mitzunehmen. Bei einem Tagesausflug kann auch eine kleine Wasserflasche hinein oder eine Lunch-Box, Taschentücher, Pflaster, Sonnencreme…

In meinem Fall habe ich mal folgendes hineingetan:

  • Objektiv Squeezer Lens
  • Objektiv 25∕0.95
  • Objektiv 60mm Makro
  • Ersatz-Akku
  • Täschchen mit Ohrenschutz oder Speicherkarten
  • Portemonnaie

Die Seitenfächer habe ich dabei noch gar nicht benutzt. Statt Smartphone hätte ich auch eine flache Akkubank auf die eine Seite stecken können und auf der anderen Seite hätten sicher meine Schlüssel Platz gefunden.

Bei meinen Anwendungsfällen gehe ich immer davon aus, dass ich die Kamera mit einem angesetzten Objektiv immer in der Hand oder über der Schulter hängen habe. Die Tasche ist also bei mir immer frei für Zubehör.

Würde ich meine E-M1 mit angesetztem 12-40∕2.8 in die Tasche stecken, wäre diese im Prinzip voll. Ich könnte zwar noch etwas über das Objektiv legen, sinnvoll wäre es aber kaum. Wenn ich alle Einteiler entferne, passt auch ein Olympus 40-150∕2.8 Pro hinein, so gerade eben von der Länge her. Auch hier könnte man noch Kleinkram oben drauf legen, was aber nur bedingt sinnvoll ist, wenn man das Objektiv heraus nehmen wollte. Hat man nicht vor, ständig Objektive zu wechseln, kann das aber durchaus ein gangbarer Weg sein.

Fazit

Wer die Camslinger 160 kennt, kann sich die Streetomatic ebenfalls gut vorstellen. Wem bisher Seitenfächer für Klein(st)kram gefehlt haben, hier sind sie. Wer den Pin-Verschluss nervig fand, vielleicht ist hier die Lösung. Wer den Pin-Verschluss liebt, der könnte hier enttäuscht werden.

Ich mag die Tasche, werde aber vermutlich wegen des Verschlusses doch zu einer älteren greifen. Die Streetomatic in braun-grau hat meinen Wunschverschluss und die zusätzlichen Seitenfächer. Es ist die teuerste Version und sie ist derzeit nicht verfügbar. Schade smile

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3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Schöner Bericht über ein schönes Täschchen. Ich hab‘ das gleiche „Problem“ mit den Taschen. Eigentlich wäre mir am liebsten, nur eine zu haben. Aber mein Rucksack ist schön kompakt (das sollte auch so sein), grad optimal für Kamera und Zubehör, Platz für Proviant etc. ist dann nicht mehr. Also musste ein grösserer her für Wanderungen etc. Schön, dass Peak Design grad eine Kickstarter-Geschichte am Laufen hatte.

    In der Stadt mag ich aber nicht unbedingt im Wanderlook mit Rucksack umherlaufen, also gab’s einen Messenger, auch von Peak Design. Jetzt ist meine Taschensammlung komplett, mehr brauch‘ ich nicht… dachte ich. Aber es ist genau wie du sagst, so was kleines für Spaziergänge fehlt eigentlich noch. Ich müsste jedoch auch die Kamera (E-M10) darin verstauen können, ein bisschen grösser wäre also grad recht.

    Schade schickt mir enjoyyourcamera oder sonstwer keine Produkte zu. ;-)

    Antworten

    • hehe – ja das kommt mir sehr vertraut vor :D
      Die Tasche von Cosyspeed werden wir übrigens bei Happyshooting im Zuge einer Aufgabe verlosen :) Lohnt sich also immer dort mitzumachen :)

      Antworten

  2. Pingback: Cosyspeed Streetomatic – mein kleiner Linkdump

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