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Lightroom Alternative – Epson Print Layout

Ich schrieb es bereits: Eine vollständige  Alternative zu Lightroom gibt es nicht. Man wird für bestimmte Funktionalitäten auf Speziallösungen setzen müssen. Statt ein Programm für alles, mehrere Spezialisten.

Das gilt zum Beispiel für den Druck. Durch Zufall stolperte ich über ein kostenloses Tool von Epson, die Software “Epson Print Layout”. Könnte ich damit das Druckmodul von Lightroom ersetzen?

Nur mit Epson-Druckern

Das ist das K.O. für viele Anwender. Die Software kommt von Epson und funktioniert auch nur, wenn auf dem Rechner ein Epson-Druckertreiber installiert ist. Dafür ist es aber auch kostenlos… Ich habe einen Epson-Drucker, also habe ich es mir angesehen.

Funktion

Die Software kommt ein wenig wie Lightroom daher. Unten ein Filmstreifen, rechts die Einstellungen für das Layout und den Druck und ganz groß das eigentliche Seitenlayout. Lightroom-Anwender finden sich schnell zurecht – und vermissen sehr schnell viele Optionen.

Layout-Typen. Standard ist ein Bild pro Seite, Panoramen für Rollenpapier, Gallery Wrap für Leinwand und freie Vorlagen

Dennoch kann man so einiges damit machen. Es gibt ein paar vordefinierte Layouts für ein Bild, zwei Bilder, vier Bilder die gleich groß sind oder in verschiedenen Größen angeordnet werden.

Eigene Layouts können erstellt werden. Die präzise Ausrichtung der Platzhalter ist etwas aufwendig

Man kann eigene Layouts erstellen und abspeichern. Dabei können mehrere Platzhalter auf einer Seite verteilt werden. Leider gibt es keinen “Fang” beim Anordnen der Platzhalter um sie präzise aneinander ausrichten zu können.

Per Drag&Drop bekommt man Fotos vom Finder/Explorer in den Filmstreifen und vom Filmstreifen in die einzelnen Platzhalter des Layouts. Nutzt man kein flexibles Layout sondern druckt ein Bild pro Seite, kann man einfach ein Bild im Filmstreifen anklicken um es im Seitenlayout zu sehen.

Um ein Bild im Platzhalter zu verschieben, kann man es doppelt anklicken und dann verschieben

Ist der Platzhalter kleiner bzw. in anderem Seitenverhältnis, kann man optional das Bild komplett drucken – es wird dann in den Rahmen eingepasst und ggf. verkleinert – oder den Platzhalter ausfüllen lassen.

Lässt man den Platzhalter ausfüllen, wird das Bild beschnitten. Per Doppelklick ins Layout auf das Bild öffnet sich eine weitere Ansicht. Hier kann man den Ausschnitt verschieben. Das ist wichtig, wenn das Hauptmotiv nicht genau mittig im Bild ist und so durch den Schnitt verloren gehen würde.

ICC-Profile für den Druck können gewählt werden.

Man kann ICC-Profile für den Druck verwenden – sehr gut!

Unterschied Standard und Layout

Hat man den Standard-Typ gewählt – Ein Bild pro Seite – legt die Software automatisch für jedes Bild im Filmstreifen eine Seite an. Man kann durch die Seiten blättern und bei jeder Seite definieren, ob das Bild die Seite füllen soll oder einen Rahmen haben soll, wie das Bild ausgerichtet sein soll, ob die Seite hoch oder quer ist, welche Farbe der Rand haben soll…

Wählt man aber ein Layout mit mehreren Bildern auf einer Seite, hat man nur noch eine einzige Seite zur Verfügung, die man mit Bildern aus dem Filmstreifen füllen kann. Mehrere Seiten mit demselben Layout aber verschiedenen Bildern scheinen nicht möglich. Das bedeutet: Hat man 8 Fotos die im Layout mit 2 Bildern pro Seite gedruckt werden sollen, muss man erst ein Layout erstellen, den Druck starten, dann das nächste Layout erstellen, drucken, … Sollte dann bei einem Druck etwas schief gelaufen sein, muss man dieses noch mal erstellen usw.

Fazit

Wenn man nur dann und wann mal druckt und dafür ein spezielles Layout benötigt, ist das tatsächlich eine ganz annehmbare Lösung. Das Programm wirkt etwas träge und ruckelig, Layouts erstellen ist etwas anstrengend wenn es präzise sein soll oder man muss viel rechnen für die Abstände etc., zum Verschieben der Bilder im Platzhalter muss man einen extra Bereich aufrufen und die Optionen sind eingeschränkt – Aber es funktioniert… wenn man einen Epson-Drucker hat.

Möchte man viele Bilder auf mehreren Seiten in speziellen Layout drucken, ist man hier nicht richtig. Das leistet die Software, nicht.

Ersatz für den Lightroom druck? Bedingt, wenn man nur wenig/selten druckt und einen Epson-Drucker besitzt, dann ist es durchaus mal einen Blick wert. Ansonsten ist es eben ein kostenloses Angebot von Epson und so sollte man es auch bewerten: Hilfreich mit Einschränkungen.

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3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Danke für den Top Boris! Was vielleicht noch erwähnenswert ist, ist dass die Software nur mit den neuesten Druckern der SureColor Serie (P400, P600, P800, P5000, P6000, P7000, P8000, P9000) funktioniert. Damit ist dieses Programm leider nichts für Benutzer „älterer“, aber durchaus professioneller Drucker wie der Stylus Photo 3000 oder der Stylus Pro 3880.

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    • Das kann ich nicht bestätigen: Ich habe einen Epson Stylus Photo R2000 und das funktioniert mit dem Tool

      Antworten

      • Ich muss mich korrigieren – es funktioniert auch mit meinem 3880. Es scheint, as wären die Angaben auf der Epson Seite nicht korrekt.

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