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Ihr fragt, ich antworte – Wie sind die Fotos entstanden

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Ein Angebot an die treuen Newsletter-Leser ist, dass Ihr als eben solche mir Fragen stellen könnt, die ich dann hier beantworten werde – soweit mir dies möglich ist, denn zum Glück weiß ich auch nicht alles wink

Das Jahr nähert sich seinem Ende und auch wenn noch einige familiäre Termine anliegen, finde ich doch etwas Zeit um endlich auf Eure Fragen einzugehen. Hier also eine Frage von Sven die sich auf die spontanen Fotos meiner Schwestern und einen kleinen Hund bezieht:

Hallo Boris,

Deine Fotos gefallen mir wirklich gut. Würdest du etwas über die Bearbeitung verraten bzw. über das Entstehen der Fotos?

Dankeschön und viele Grüße

Sven

Na, dann schauen wir doch mal Boris‘ kleinen Zauberschrank smile Ne, quatsch, gibt es gar nicht – oder doch?

Licht und Belichtung

Die Fotos waren sehr spontan entstanden. Meine Schwestern hatten Zeit und besuchten uns auf dem Reiterhof. Ich hatte die E-M1 noch recht neu und wollte üben also nahm ich sie mit. Licht ist mir immer wichtig, in der Mittagssonne könnte man zwar auch Fotos machen aber warum, wenn es am Nachmittag schöner ist?

Die Sonne stand hier schon etwas tiefer und gab ein schönes, warm-gelbes Hintergrundlicht. Ich habe gegen die Sonne fotografiert, damit meine Schwestern nicht blinzeln mussten. Wenn man gegen die Sonne fotografiert bedeutet das aber auch, dass man die Schattenseite der Personen fotografiert, also den Teil, der eben nicht direkt beleuchtet wird. Ziemlich duster. Ist aber kein wirkliches Problem – Ich arbeite mit der E-M1 fast immer im manuellen Modus, stelle also ISO, Blende und Belichtungszeit manuell ein.

Ich habe dann, durch den Sucher schauend, die Belichtung so einstellt bis sie passte. Ach was? bigsmile Hm, ja, ist so. Das mache ich oft auf eine von zwei Arten:

  • Entweder ich lasse mir die Belichtungswaage für einen bestimmten Messpunkt anzeigen, was funktioniert, wenn man eben mit genau einem Fokuspunkt und der Spot-Belichtungsmessung arbeitet, und sehe zu, dass diese Waage genau dort hin geschoben wird, wo ich sie haben möchte. Also bei heller Haut im Gesicht gerne mal eine Blendenstufe rechts von der Mitte.
  • Oder, das geht mit dem Live-Sucher der spiegellosen auch gut, ich vertraue einfach auf das, was mir der Sucher zeigt. Bauchgefühl und Erfahrung.

RAW ist ohnehin immer aktiviert bei mir und bei diesen Bildern bin ich von der Belichtung absichtlich etwas optimistischer ran gegangen, also eher eine Blendenstufe zu viel als zu wenig. Ich wollte den strahlenden Look, der Hintergrund war mir nicht wichtig, die von der Sonne beleuchteten Haare und Konturen dafür sehr.

Um schon auf dem Display eine grobe Idee meiner warmen Bearbeitung zu bekommen, habe ich den Weißabgleich auf Schatten gestellt. Eigentlich böse, wenn man mitten in der Sonne fotografiert und die ohnehin schon eher warm im Farbton ist – wir erinnern uns, die Sonne stand schon etwas tiefer. Das Ergebnis waren extrem warme Farben im Sucher und auf dem Display. smile Ja, ich mag das.

Effekt – So ein Traum

Die Orbs, diese runden Lichtreflexionen in einigen Bildern, sind durch Störer vor dem Objektiv entstanden. Das mache ich sehr gern und statt mir jedesmal einen Busch mit Ästen oder Blättern zu suchen, kamen hier Perlenketten und ein Topfschwamm zum Einsatz. Einfach mal verschiedene Dinge ausprobieren, solange es von der Sonde beleuchtet wird und glitzert, können tolle Sache passieren smile Kettenanhänger, Kanten von Münzen, Prismen, Brillen, Schnapsgläser, usw. Einfach mal probieren.

Bearbeitung

Britta – Aufnahme aus der Olympus OM-D E-M1 mit Kamera-Profil und ohne weitere Anpassungen aus Lightroom

Britta – Aufnahme aus der Olympus OM-D E-M1 mit Kamera-Profil und ohne weitere Anpassungen aus Lightroom

Bearbeitet habe ich die RAW-Bilder in Lightroom. Wie die Bilder nach dem Import in Lightroom aussehen, könnt Ihr direkt über diesem Absatz sehen. Ich verwende hier nicht das Adobe-Profil sondern ein Kamera-Profil – Mit diesen Kamera-Profilen versucht Adobe die Darstellung nachzubilden, die der Kamerahersteller in der Kamera auch hinbekommt. Das passt zwar nicht 100%ig, sieht aber besser aus als das Standard-Adobe-Profil. In diesem Fall habe ich Camera Natural gewählt. Das Ergebnis ist tatsächlich sehr natürlich und entspricht ganz gut der Wahrnehmung vor Ort – obwohl es faktisch viel wärmer ist, durch den Weißabgleich, spiegelt es die persönliche Wahrnehmung gut wieder.

An diesem Tag war mir das aber noch zu wenig smile

Bei diesem Shooting habe ich eines der VSCO-Presets als Startwert benutzt und dann noch an Weißabgleich, Kontrast, Belichtung gearbeitet bis es eben so war, wie ich es haben wollte. Ich weiß jetzt nicht mehr konkret welches Preset zum Einsatz kam, es dürfte eines der Kodak Porta gewesen sein, 160 oder 400 denke ich.

Ich habe nochmal nachgeschaut: Viel Bearbeitung gab es hier nicht mehr. Augen und Augenbrauen haben etwas mehr Kontrast bekommen, das war es aber auch schon. Der Rest ist das Kodak Porta Profil, das die Farben weiter zum leuchten bringt und der Weißabgleich.

Workshops

Es sei mir gestattet auf meine Workshops zu verweisen, auf denen wir genau solche Dinge üben können. Da gibt es z. B. einen Posing-Workshop mit Model Mary K. als Coach und Models für Euch zum üben oder der Happy-Shooting-Workshop im Schloss Berlepsch, wo es ebenfalls um Posing und Licht gehen wird.

Ich freue mich auf Euch smile

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