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Ihr fragt, ich antworte – Canon vs. OM-D, wie sieht es bei mir aus?

Boris (links) und Pferd

Boris (links) und Pferd

Seit etwa einem Jahr biete ich hier einen Newsletter an um Euch neben den aktuellen Blogbeiträgen auch mit weiteren Informationen zu versorgen oder um auf bestimmte Angebote und Aktionen hinzuweisen. Das wird von Euch gut angenommen was ich wunderbar finde smile

Ein Angebot ist, dass Ihr mir Wunsch-Themen nennen und auch Fragen stellen könnt, die ich Euch entweder direkt beantworte oder aus denen ich ein Blogbeitrag mache. Das kann zwar mal etwas dauern, kommt aber smile

So wie jetzt mit einer Frage von Johannes:

Moin,

wie hat sich das Einsatzverhältnis Deiner beiden Kameras eingependelt?

Wann benutzt Du die OMD, wann die Canon? Schleicht sich die OMD immer mehr in Gebiete, die Du ursprünglich der 5d zukommen lassen wolltest (Bestandsschutz). Verzichtest Du nun auf die Neuanschaffung einer neuen Vollformat-Kamera (es muss ja keine Canon sein ….)?

Danke und weiter so

Johannes

Das ist eine gute Frage und die Antwort überrascht mich selbst smile

Von der 5D zur E-M1

Die Canon 5D kannte ich in und auswendig, ich liebte sie und habe viele Aufträge damit erfolgreich fotografiert. Tolle Kamera. Dann holte ich mir eine E-M1. Warum? Der Bildstabilisator in der Kamera, der somit auch verfügbar ist, wenn man alte oder günstige Objektive adaptiert. Video-Möglichkeiten. Schnellere Serienbilder, verstärktes Sucherbild und somit bessere Möglichkeiten bei wenig Licht, etc.

Spiegellose Kameras haben einige prinzipielle Vorteile gegenüber Spiegelreflex-Kameras und diese wollte ich einfach mal kennenlernen. Moderne Spiegelreflex-Kameras können natürlich auch mit Live-View arbeiten, meine alte 5D konnte dies aber nicht, insofern war die E-M1 in einer ganz anderen Liga. Selbst vermeintliche Nachteile wie der Autofokus, entpuppten sich als Vorteil, weil die E-M1 Dank Verstärkung auch bei sehr wenig Licht noch fokussieren konnte, wo der Phasen-Fokus der 5D keine Chance mehr hatte.

Es ist schwer von einer gewohnten Kamera zu einem ganz anderen Modell zu wechseln. Die neue Kamera fühlt sich fremd an, funktioniert nicht wie gewohnt, etc. Man muss sich dazu zwingen und das tat ich auch. Ich nahm mir vor, 2015 vorrangig auf die E-M1 zu setzen. Ich nahm sie zu jeder Gelegenheit mit und übte.

Es ist wichtig, dass Ihr mit einer neuen Kamera übt. Macht viele Fotos und macht sie bewusst. Seit Euch klar mit welchen Einstellungen Ihr arbeitet und lernt diese zu ändern und anzupassen. Probiert verschiedene Funktionen immer wieder aus, lernt die Ergebnisse kennen und versucht immer gezielter zu Euren Wunschergebnissen zu kommen. Passt die Belegung von Knöpfen und Schaltern so lange an, bis die Bedienung für Euch logisch ist.

Auftragsarbeiten und freie Shootings

Zu bezahlten Shootings nahm ich die 5D zwar mit, fing aber stets mit der E-M1 an. Wäre ich auf ein Problem gestoßen, hätte ich sofort eine vertraute Kamera zur Hand gehabt. Tatsächlich stand ich aber niemals vor einem Problem, so dass die 5D immer unangetastet im Koffer lag. Später war die 5D tatsächlich nur noch als Hardware-Backup dabei und zu privaten Shootings hatte ich nur noch die E-M1 mitgenommen.

Ich habe im ganzen Jahr 2015 weniger als 300 Fotos mit der 5D gemacht, das meiste davon Fotos von der E-M1, Makro-Aufnahmen von Negativen weil ich noch kein Makro für die E-M1 hatte und tatsächlich Superweitwinkel-Aufnahmen für einen Auftrag, weil mir dieser Weitwinkel bei der Olympus fehlt. Lasse ich alle Blog-Fotos und Sicherheitsaufnahmen vom Shooting weg, bleiben vielleicht 10 oder 20 verwendete Aufnahmen übrig.

Das hätte ich anfangs nicht für möglich gehalten. Inzwischen liegt sie, zusammen mit den großen Objektiven, außerhalb des Koffers und ich überlege, wie ich mit der Situation umgehen soll.

Nachfolger für die 5D

Natürlich hat der große 35mm-Sensor noch einen großen Vorteil beim Spiel mit der Schärfentiefe. Das Rauschverhalten ist bei diesem alten Sensor nicht wesentlich besser als bei der E-M1 mit deutlich modernerem Sensor. In Zahlen: Bei der 5D kann ich maximal mit ISO 3200 arbeiten und dann rauscht es wirklich stark. Wenn ich mit diesem Rauschen leben kann, dann kann ich bei der E-M1 auch ISO 6400 verwenden und bin nicht weniger glücklich mit den Ergebnissen.

Natürlich wäre eine moderne Vollformat-Kamera noch mal um Klassen besser was die Rauschfreiheit bei hohem ISO angeht. Sollte und werde ich also nochmal in einen Body mit großem Sensor investieren? Was wären meine Optionen?

Ich könnte bei einem Canon-Body bleiben. Aber welcher?

  • Canon 5D Nachfolger? Eine 5D Mark 4 lässt auf sich warten, die Mark 3 ist schon wieder recht alt und eine 5DS schießt mit ihren 50 Megapixeln komplett an meinem Bedarf vorbei.
  • Eine Canon 6D ist mir zu künstlich abgespeckt. Allein die Tatsache, dass die oberen Knöpfe nur einfach belegt sind und ich nicht, wie bei der uralten 5D, mit beiden Einstellrädern zwei Werte ändern kann, finde ich schon sehr merkwürdig.

Oder ich könnte das Canon-System verlassen. Und dann?

  • Nikon hat mit der D750 eine tolle Spiegelreflex mit sehr gutem Sensor im Programm. Bisher war ich allerdings nicht der Nikon-Typ – Die Anordnung der Knöpfe und Rädchen passten irgendwie nicht, die Anzeigen im Sucher fand ich immer überladen – Auf der anderen Seite war ich auch nie ein Olympus-Typ…
  • Sony ist mit der A7-Serie vorgeprescht. Ich müsste nur wählen, ob ich mehr Lichtstärke oder mehr Auflösung wollte. Allerdings ist mir Sony in der Vergangenheit immer wieder negativ aufgefallen – jetzt nicht nur auf die Fotografie bezogen. Wenn ich “immer” schreibe, meine ich meine wenigen Berührungspunkte die ich auf Messen und in Gesprächen mit anderen hatte. Ist also mehr ein persönliches Bauchgefühl.

Schärfentiefe und Weitwinkel

Ein Vollformat würde ich ohnehin nur dann benötigen, wenn ich mit großem Weitwinkel oder der geringeren Schärfentiefen arbeiten wollte. Dafür muss es natürlich keine top aktuelle Kamera sein und eine 5D Mark 3 wäre durchaus eine Möglichkeit, zumal ich den Objektivpark dann behalten könnte. Im Augenblick sehe ich allerdings keine Notwendigkeit mehrere tausend Euro zu investieren.

Tatsächlich bin ich eher versucht, lichtstarke Objektive für die Olympus anzuschaffen. Ein manuelles und günstiges Mitakon 25mm mit f∕0,95 vielleicht? Käme mal auf einen Versuch an – gibt es auch als 35mm und 50mm. Ein Panasonic 45.5∕1.2? Richtig geil aber auch teuer – gibt auch eines von Mitakon in günstig ohne Autofokus.

Die Schärfentiefe eines f∕0,95 am mFT ist dann vergleichbar mit einem f∕1.8 am 35mm Format, der Look wäre aber trotzdem anders weil bei gleicher Perspektive eine geringere Brennweite zum Einsatz kommt. Der Look des Übergangs zwischen Schärfe und Unschärfe hängt unter anderem von der Brennweite ab, was ein Grund ist, warum Aufnahmen mit Mittelformat immer irgendwie anders wirken.

Und 2016?

Ich werde weiter auf die E-M1 setzen. Ich kenne sie inzwischen ganz gut aber noch nicht so gut wie ich wollte, ich muss also noch mehr experimentieren und üben. Ich habe noch viele Experimente mit anderen Objektiven vor mir.

Vielleicht werde ich es 2016 mal genau umgekehrt machen und mich zumindest bei privaten Shootings wieder dazu zwingen die 5D einzusetzen smile

 

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11 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Danke, die Antwort habe ich „befürchtet“, denn ich habe mir die OMD 10ii geholt und zum Kit-Objektiv noch ein 25er von Panasonic. Nun erwische ich mich dabei, die Canon 6d liegen zu lassen und meinen nächsten Urlaub ohne sie planen …..

    Antworten

  2. Hi Boris,
    ich habe mir vor 1 1/2 Jahren die Panasonic GX7 als Zweitkamera – nein eigentlich eher zweite Kamera – (neben der Nikon D700) geholt und erst einmal fast ausschließlich damit fotografiert. Bin da insbesondere auf der Straße und unterwegs sehr zufrieden und es macht Spaß unauffällig mit ihr rumzulaufen.
    Allerdings hat die Pana ich bei einigen Motiven (Sport, dunkle Umgebung) doch Schwächen mit Autofokus und Rauschen und so habe ich in den letzten 2 Monaten mal wieder verstärkt mit der Nikon fotografiert.
    Und: es hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht!
    Meine persönliche Quintessenz ist, dass ich beide Kameras behalten möchte und mich je nach Anlass die eine oder die andere mitnehme – bloß nicht beide gleichzeitig!
    Bin auf die Olympus insofern neidisch, als dass sie Firmware Updates von Features auch auf ältere Modelle machen. Panasonic beschränkt sich da auf Fehlerbehebung . Innovation ist da eher neuen Modellen vorbehalten.
    Erst einmal Dir und Familie ein paar ruhige Tage und ein (positiv) ereignisreiches 2016!

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  3. Interessanter Beitrag.
    Geht mir seit 2 Jahren sehr ähnlich. Viele Jahre treuer CANON Hobby Fotograf . Von Analog bis seit einigen Jahren Mark2.
    Vor 2 Jahren, die Versuchung mit fujifilm X100S und ich war hin und weg. Mittlerweile fuji XE-2 mit zwei Festbrennweiten.
    2014 noch 50:50 und dieses Jahr mit wenigen Ausnahmen nur noch die fujis. Abgesehen vom Gewicht, mag ich bei den Systemkameras die „pure“ Art des Fotografierens. Von CANON mich zu trennen, bekomme ich irgendwie nicht übers Herz. Zumal der Preisverfall immens ist und wer weiss….
    Hattest du nie Fujifilm Kameras in Betracht gezogen, bzw. weshalb Olympus?

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  4. Danke für den Erfahrungsbericht. Ich hatte mir in diesem Herbst zu meiner „alten“ Nikon D90 eine Olympus OM-D E-M10 II gekauft, und neben dem Kit-Objektiv noch das Panaleica 15mm f/1,7 und das M.ZUIKO 45mm f/1,8 angeschafft. Inzwischen nehme ich die Nikon nicht mehr in die Hand. Für meine Art der ambitionierten Privat-Fotografie ist die Oly mehr als ausreichend. Insofern denke ich inzwischen etwas radikaler: Ich habe begonnen, das Nikon Equipment zu verkaufen – noch bekomme ich etwas dafür :)

    Ein schönes Weihnachtsfest wünsche ich Dir und Deinen Lieben.

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  5. Hallo Boris,
    bei mir heissen die beiden Kombattanten 5D MkII und E-M10 MkI.
    Auch ich bin mittlerweile 90% meiner Zeit mit der OM-D unterwegs. Grund bei mir ist schlicht die weitaus bessere Adaptierbarkeit alter Objektive. Ich habe noch einen enormen Fuhrpark an alten Russen, Zeiss und Meyer aus analogen Zeiten, die einfach an der OM-D mit dem Focus-Peaking deutlich einfacher zu bedienen sind.
    In Verbindung mit einem Focal Reducer passt es auch mit der Freistellung einigermassen. Auch bin ich mit der OM-D und manuellem Fokus in dunkleren Situationen gleich schnell wie die 5DII mit AF. Berücksichtige ich noch, dass ein mehr oder mindes komplettes Wohlfühl-Paket bei MFT in den Little Messenger passt, bleibt der 5D nur noch der Part, wo ich Offenblende unter f1.8 mit entsprechender Tiefenwirkung oder das gewisse Quäntchen mehr an Qualität im RAW (zu) brauche(n glaube).
    Ich habe schon überlegt, mich ganz von Canon zu trennen, aber soweit bin ich irgendwie noch nicht. Schlecht ist die 5DII beim besten Willen nicht, nur halt gross und schwer und damit nicht immer dabei.
    Tschö und schöne Feiertage samt gutem Start ins neue Jahr,
    Jens

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  6. Hallo Boris,
    deine Erfahrungen (und Überlegungen teilweise) kann ich für mich ebenfalls bestätigen.
    Die in Foren so oft diskutierten vermeintlichen Nachteile von spiegellosen Systemen sind nicht nur keine, sondern oft sind sie sogar Vorteile. Besser nutzbarer Autofokus (wie du z.B. im geringen Licht erfahren hast). Welche Spiegelreflex kann am Rand oder wenigstens sogar im äußeren Bildfeldviertel fokussieren? Bei APS-C geht’s noch halbwegs, bei Vollformat sieht’s meist noch betrüblicher aus. Die Vorteile des Displays und elektronischen Suchers überwiegen in den meisten Fällen ebenfalls die eines optischen Suchers. Klar – es gibt immer auch tatsächliche Nachteile; je nach der gestellten Aufgabe. Horses for Courses.

    In meiner (und der vieler anderer) Praxis bleiben aber die Vorteile eines kompakteren, leichteren und moderneren Systems über. Denn das kommt ja noch dazu: Bei Canon und Nikon passiert ja kaum noch was. Bei Canon noch weniger als bei Nikon. Und da bleiben für jemanden im Canon-System (oder mit einem Rest dessen) doch wenige bis keine Optionen über. Bei Nikon geht da in Punkto modernerer Sensoren (von Sony ;-)) und Einbau in attraktive Gehäuse unterschiedlicher Größe doch schon mehr.

    Letzten Endes hatte ich die Situation in 2014 für mich so bewertet, das eine MFT Oly OMD E-M5 Einzug gehalten hat. Mit deren Sensor (von Sony) war das MFT-System erstmals mit einem wettbewerbsfähigen Sensor ausgestattet, der einem Canon APS-C-Sensor-Nutzer nicht die Nase rümpfen lies; ganz im Gegenteil. Und die E-M5 ist ein wirklich tolle, Spaß machende kleine (und mächtig erwachsene) Kamera. Seit ich diese hatte, lag die EOS 7D wie Blei zu Hause. Mittlerweile habe ich die 7D auch verkauft. Vorher hatte ich immer Canon-(D)SLRs. Angefangen von der analogen 50E über 10D, 20D… bis zur 7D. Nicht mehr.

    Aktuell wollte ich dann doch mal wieder mehr in Richtung geringe Schärfentiefe machen und ich wollte auch mehr Auflösung. Canon keine Option. Nikon evtl – aber das ist mir alles zu groß und zu schwer. Außerdem mag ich keine Spiegel mehr… ;-) Die einzige Option, die übrig blieb, war Sony. Die Alpha 7ii ist mit ihren Verbesserungen gegenüber der ersten Generation in Punkto Sensorgröße und Auflösung ein deutlicher Sprung von der E-M5, ohne zu viel aufgeben zu müssen. Denn Gott sei Dank hat sie nun auch IBIS und ein paar andere Goodies. Für mich ist die E-M5 immer noch die erwachsenere Kamera. Aber mit der Sony kann ich auch wunderbar fotografieren. Wenn jetzt nur nicht die Physik wäre und ein KB-Bildkreis mehr Glas (und damit Volumen und Gewicht) als ein MFT-Bildkreis benötigen würde… ;-)

    Ich löse das, indem ich bei der Sony auf kompakte Festbrennweiten setze. 28mm F2, Loxia 21mm F2.8 und mal schauen, was noch so kommt.

    Hinsichtlich Spiel mit der Schärfentiefe schreibst du oben „Der Look des Übergangs zwischen Schärfe und Unschärfe hängt unter anderem von der Brennweite ab“. Da müsste ich mal tiefer drüber nachdenken. Da sind ja dann die 35 mm KB kein schlechter Anfang, denn die Sache mit den hochlichtstarken MFT-Brennweiten hatte ich auch überlegt… Aber gibt es da Literatur zu? Ist das irgendwo mal schön erläutert und belegt?

    viele Grüße und frohes Neues,
    Torsten

    Antworten

    • Zur Schärfentiefe: das ist sicher irgendwo auch physikalisch beschrieben. Ich habe es einfach beobachtet. Nimm die A7 und die em5. Wenn Du an der em5 50mm f/2 hast, stellst Du Dich mit der A7 mit 100mm f/4 an dieselbe Stelle. Motiv im Vordergrund und dann vergleiche die Unschärfe im Hintergrund in verschiedenen Entfernungen.

      Antworten

    • Hi Torsten,
      zum letzten Punkt: was Chris meint ist der Telephoto-Effekt; der heißt bestimmt auch anders, aber der Effekt ist, dass sich die Perspektive ändert sobald sich die Brennweite ändert. Zur Schärfentiefe komme ich gleich.
      Probiere es mal mit einem Zoom-Objektiv aus. Komponiere ein Bild in dem du einen Hintergrund hast und ein Objekt im Vordergrund; das Objektiv ist dabei auf die Weitwinkligste Einstellung gestellt. Jetzt zoomst Du rein; gleichzeitig muss aber das Objekt im Vordergrund von der Größe und der Position im Bild GLEICH bleiben! Um das zu erreichen, musst Du selbst Dich bewegen. Sobald Du reinzoomst musst Du einige Schritte nach hinten gehen, damit das Objekt im Vordergrund gleich groß bleibt. Soweit so gut. Jetzt achte aber mal auf den Hintergrund. Was passiert? Der Vertigo-Effekt :-D Der Hintergrund „schnurrt“ zusammen.

      Jetzt kommen wir wieder zur Schärfentiefe. Der Hintergrund wird auch „unschärfer“ sobald du reinzoomst. Das bedeutet, wenn Du mit 120-150mm ein Portrait shooting machst, anstatt mit 50-70mm, bekommst Du einen unschärferen Hintergrund – du musst halt ein paar Schritte vom Subjekt weg gehen…

      Ich hoffe, das erklärt’s halbwegs :-)

      Antworten

      • Schön erklärt – Der einleitende Satz sorgt aber für Verwirrung, Du erklärst es aber im Nachgang korrekt.
        Ein Zoom / Tele ändert die Perspektive überhaupt nicht. Der Fotograf ändert sie weil er einen anderen Abstand einnehmen muss um das Motiv in derselben Größe abzubilden.

        Die Unschärfe im Hintergrund ändert sich, korrekt. Allerdings: Geht man weiter weg, wird dieser Effekt auch wieder ausgeglichen. Alles nicht so leicht :) Deinen Tipp, Einfach mal ausprobieren, kann ich nur unterstützen ;)

        Antworten

        • Stimmt, hast recht. War unklar formuliert. Ist aber auch schwierig zu erklären – wenn man es nicht „hands on“ an der Kamera mit macht :-) Wir haben das mit Lego-Männchen mal ausprobiert bei uns im Foto-Club. Hat für einige Aha-Momente gesorgt, und bei den meisten kam sofort die Vertigo-Analogie (tja, die meisten sind halt ältere Semester… :-D)

          Übrigens, ohne pluggen zu wollen, aber Fuji ist AFAIK der einzige Hersteller, der einem die DoF live anzeigt. Das sagt einem zwar nur indirekt was über die Unschärfe im Hintergrund, ist aber ein prima Hilfsmittel wenn man vorher abschätzen will wie man den Hintergrund komponieren muss…

          Anyway, Boris: ich finde nichts schlimm daran zwei Systeme zu fahren. Ich habe aktuell 4 Kameras daheim. Die DSLR als treues Arbeitstier und für technische Experimentierereien; die Kompakte zum lieb und immer dabei haben; eine kleine Stoß/Wasserfeste Knipse die immer irgendwo griffbereit rumliegt falls der Nachwuchs was totaaaaal süßes macht; die Rolleicord mit Portra-Film weil…öhm…joa, so halt ;-)
          Ich habe aktuell selbst wieder GAS auf ein lichtstarkes Weitwinkel für Astrofotos und überlege Teile meines Fuhrparks zu verkaufen und mir dafür ein gescheites Weitwinkel-Zoom zu grapschen.
          Dann denke ich mir wieder, WTF, warum geb‘ ich mir den Streß eigentlich und klicke mich durch hunderte Webseiten…in der Zwischenzeit könnte ich doch was lesen oder noch besser, fotografieren.
          Ich bin mittlerweile so weit, dass ich mir für die nächste Tour einfach ein Objektiv ausleihe. Warum immer kaufen und den Scheiß dann nur 3-4 mal im Jahr nutzen? Ob sich das für ein ganzes Kamera-Set rentiert weiß ich nicht – aber bei Objektiven ist das schon eine angenehme Sache, denke ich.

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          • Ausleihen ist immer super wenn man es planen kann (Stichwort: Urlaub). Für meine ansonsten eher spontane Art ist das nichts :D

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