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Adobe Lightroom CC – Alles in die Cloud. Dreht Adobe endgültig durch?

Ich habe die News gelesen, habe angefangen zu recherchieren und muss jetzt mal kurz einen Status zu Adobes Neuentwicklung Lightroom CC geben.

Bedenkt dabei, dass ich dies schreibe, nachdem ich eine Nacht über die erste Nachricht schlafen konnte und erst wenig Zeit für Detail-Recherche hatte. Da ich kein CC-Abo habe, konnte ich auch keine Anwendung anschauen.

Es geht um das neue Lightroom CC, ein Lightroom Classic CC, Cloud, Abo und was ich davon halte.

Was ich bisher herausgefunden habe: Cloud / Abo ONLY

Es gibt ein neues Programm Lightroom CC. Dieses hat eine komplett neue Oberfläche und Bedienung. Die RAW-Engine ist aber die bekannte, ist also kompatibel zu alten Lightroom-Versionen und Presets.

Adobe verfolgt STUR die Philosophie: ALLES in die Cloud! Die komplette LR-Datenbank, alle RAWs auf Adobes Server. Das spiegelt sich in LR CC wieder und in den mobilen Apps.

Pro

Alle Apps/Rechner greifen auf einen zentralen Datenbestand zu. Alle Bilder überall verfügbar, alle Bearbeitungen auf allen Geräten synchron.

Contra

  • Natürlich nur mit Abo möglich. Für Photoshop + Lightroom werden knapp $10/Monat fällig, darin sind 20GB Speicher enthalten. Braucht man mehr, gibt es 1TB für knapp $20/Monat. (Irgendwo las ich, dass es weitere Terabytes für jeweils $10 mehr pro Monat geben würde, das finde ich leider nicht mehr wieder)
  • Cloud Only bedeutet: Alles, wirklich ALLES, wird auf Adobes Server hochgeladen. Jedes RAW, alle Metadaten, Presets, Bearbeitungen – Alles.

Es soll eine Option im neuen Lightroom CC geben, um die RAW-Daten auch lokal vorzuhalten, denn man hat ja nicht immer und überall ein schnelles Internet zur Verfügung – man möchte ja mal im Flugzeug Bilder bearbeiten, im Zug, auf dem Schiff, auf Reisen generell oder eben On Location ohne WLAN. Soweit ich das verstehe, bedeutet das aber wirklich ALLES. Also entweder alles NUR in der Cloud oder ALLES ZUSÄTZLICH auf dem lokalen Speicher.

Ich kann nur hoffen, dass das nicht so gemeint ist und dass man wählen kann, welche RAWs man lokal vorhalten möchte – bestimmte Alben, das letzte Shooting, alles mit 4 Sternen oder mehr? Ansonsten ist das eine Nicht-Funktion. Ich habe mindestens 2TB RAW-Material, meine SSD sind 500GB bzw. 1TB groß – oder klein. Adobe sollten diese typischen Daten und Verhältnisse hoffentlich nicht gänzlich unbekannt sein?

Da komme ich zu einer anderen Frage: Bisher bedeutete CC, dass man mit einem Katalog arbeitet oder arbeiten muss. In der Cloud waren nur die Bilder eines Kataloges. Änderte man den Katalog, wurden die Bilder des ersten Katalogs aus der Cloud gelöscht. Wenn das bei der Neuentwicklung noch immer so ist… Merkt Ihr selber, Adobe?

Und: Abo only!

Adobe macht sehr deutlich, dass ihnen sehr bewusst ist, dass nicht jeder Fotograf in der Cloud arbeiten möchte, kann oder darf:

  • Große Shootings. Wer will denn 2000 RAWs in die Cloud laden um sie dann auszusortieren und zu bearbeiten? Hochzeitsreportagen, Reisen, …
  • Langsame Internetleitungen. Ich möchte noch knappe Datenvolumen ergänzen. Ich hatte viele Jahre nur DSL 2000 zur Verfügung, 2 MBit/s im Download, 0,3 MBit/s im Upload. Davon gibt es noch heute genug Anschlüsse in Deutschland und weltweit (und noch weit langsamere). Inzwischen habe eine 100/40-Leitung und dennoch: Aktuelle RAWs haben gerne 20-40 Megabyte. Selbst bei optimalen 4 MB/s währen das 5-10 Sekunden für den Upload, für EIN Foto! 500 Fotos kämen auf weit über eine Stunde, und das mit recht flottem Internet! Es wären dann aber auch fast 20GB Daten – Mobil haben wohl nur die wenigsten so ein Volumen gebucht.
  • Datenschutz. Da müssen wir nicht nur über Akt, Dessous und ähnliches reden, es geht auch um Produkt-Fotos und ähnliches. Im professionellen Umfeld dürfte es nicht ohne weiteres erlaubt sein, Fotos ins Internet zu laden. Bei allen Beteuerungen der Cloud-Anbieter: Eine Cloud sind nur Festplatten bei jemand anderem, in einem Rechenzentrum. Was gehackt werden kann, wird gehackt werden – Die Frage ist nicht ob, sondern wann.

Außerdem hat das neue Lightroom CC noch lange nicht den Funktionsumfang vom bisherigen Lightroom, dass nun Lightroom Classic CC heißt.

Deshalb weißt Adobe ganz deutlich darauf hin, dass man beide Produkte pflegen und weiterentwickeln möchte.

Das ist lobenswert, auch wenn ich sicher nicht der einzige bin, der da ein Ende am Horizont sieht. Ich meine „Classic“? C’mon, deutlicher geht es nicht, oder? Warum hat man es nicht LR Pro oder LR Local oder ähnlich genannt?

Davon abgesehen, hat man der Version 7 neue Funktionen spendiert:

  • Es soll schneller sein. Soweit ich gelesen habe, soll es eine Option geben, dass man im Bibliothek-Modul die eingebetteten JPG verwenden kann um schneller durch ein Shooting zu blättern. Das wäre das, was Photomechanic und andere auch tun.
    Ich würde mir allerdings auch wünschen, dass das Blättern auch mit den berechneten Vorschauen schneller ginge, weil ich häufig ein Preset auf einen ganzen Schwung an Bildern anwende und dann schnell durchblättere um ggf. Anpassungen vorzunehmen.
  • Es soll einen Farbbereich-Wähler geben. Mit der Pipette eine Farbe klicken und dann einstellen, wie breit das Spektrum selektiert werden soll. Das könnte ein Feature sein, wie es von Capture One bekannt ist. Ich habe noch nicht gesehen wie es umgesetzt wurde bei LR CC

Der Haken? Version 7 gibt es nur für CC Kunden! Ohne Abo ist bei Version 6 Schluss!

[…]We finally have an official answer… Adobe will continue to sell Lightroom 6 as a perpetual license, but Lightroom 7 and future versions will only be available to CC subscribers. At least they’ve said it now, and we can all stop guessing.[…]

Quelle

Schlussgedanken

Ich wünsche, dass die Fotografen dieser Welt ihre Meinung an Adobe schicken, über alle Kanäle. Friss oder stirb kann es doch wohl nicht sein?

Das Abo von Adobe mag ja noch einigermaßen fair sein. $10/Monat also $120/Jahr bin ich als Fotograf, als jemand der Geld damit verdient, durchaus bereit zu zahlen. Beendet man das Abo, läuft Lightroom (Classic) CC eingeschränkt weiter, man kann weiter auf seine Bilder und Bearbeitungen zugreifen, suchen, exportieren, veröffentlichen, drucken und sogar die Basic-Bearbeitung funktioniert noch, nur die weitergehenden Funktionen wie der RAW-Entwickler funktionieren nicht mehr – das ist fair.

Nun kenne ich aber Fotografen, die das CC-Abo haben und verfolge auch den ein oder anderen Beitrag bei Twitter seit es das Abo gibt. Man handelt sich damit Probleme ein, die man vorher nicht kannte:

  • Lightroom startet einfach mal nicht mehr. Lösung: Alles deinstallieren und neu installieren
  • Neue Versionen tauchen im Update-Manager nicht auf. Lösung: Deinstallieren, neu installieren
  • Angeblich soll man 99 Tage ohne Internetverbindung damit arbeiten können, dann möchte das Programm mit den Adobe-Servern sprechen um die Lizenz zu prüfen. Es gibt aber Fälle, da wollte Lightroom schon nach wenigen Tagen mit Adobes Servern reden. Sehr blöd, wenn das auf einer Schiffsreise nicht klappt und Lightroom dann nicht mehr zum Bearbeiten zu gebrauchen ist, obwohl man bezahlt.

Alles Dinge, die passieren können. Man begibt sich mit dem CC-Abo in eine Abhängigkeit vom Internet im Allgemeinen und Adobes Servern im Besonderen – obwohl man komplett lokal arbeitet. Das war für mich der entscheidende Grund kein Abo abzuschließen.

Adobe möchte Lightroom 6 bis Ende des Jahres mit Updates für neue Kameramodelle versorgen. Danach soll Schluss sein. Und dann?

Ich kann nur hoffen, dass bei Adobe in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten so dermaßen der Posteingang qualmt, dass dort nochmal ein Umdenken stattfindet. Aber wie sagt der Ami so schön: „I wouldn’t hold my breath“ sad

Nachtrag

Ich bin nicht allein mit meiner Meinung. Hier ein englischsprachiger Blogbeitrag der eine ganz ähnliche Sicht zeigt und beschreibt, was zwischen Adobe und Fotografen überhaupt nicht stimmt.

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17 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Sorry, aber Adobe wird nicht mehr umdenken. Wenn du dir deren Quartalszahlen ansiehst und feststellst wieviel Kohle die scheffeln, seitdem Photoshop & Co nur mehr als Abo verfügbar ist, das lassen die sich nicht entgehen. Woran es wirklich fehlt, ist ernstzunehmende Konkurrenz wie Aperture damals von Apple. Dann würde sich Adobe diese Umstellung nicht so einfach erlauben können. Tja, ich muß jetzt nochmal dein Capture Pro Review lesen :-)

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    • Die neuen Rekordumsätze von Adobe sind auch nicht verwunderlich, da man im Abo deutlich mehr bezahlt als bei der klassischen Kaufversion. Ich habe am Releasetag (21.04.2015) von LR6 73,78 € für das Upgrade bezahlt. Ergibt also einen Monatspreis von 2,46€ nach den 30 Monaten bis heute.

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      • Im Abo ist aber auch Photoshop und 20gb cloud storage enthalten. Wieviel hat dich das in den letzten 30 Monaten gekostet?

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        • Habe ich irgendwo geschrieben, dass mir Lightroom zu teuer wäre? Mein “Problem” damit ist ein ganz anderes.
          Und ein kleiner Hinweis: Leg mal Classic kurz zur Seite, weil es ja keine (kaum eine) bestehende Herausforderung löst. Lightroom CC soll die Lösung aller Probleme für die ach so komplizierte, alte Software sein. Adobes Philosophie ist, alles(!) in die Cloud zu laden.

          Wenn Du weniger als 20GB RAW-Material hast, prima – Ich habe größere Speicherkarten, btw.
          Im größeren Paket ist 1TB enthalten. Wenn Du weniger Material hast, prima – Ich habe an die 3TB im Katalog, korrigiere: in EINEM Katalog, ich habe noch andere, Kundenspezifische Kataloge… ach so, LR CC kann nur einen Katalog verwalten.

          Mein Problem mit Adobe ist a) die Philosophie, der Ansatz der mir grundlegend falsch erscheint (und komm mir nicht mit: “das kann ja alles noch kommen”… klar… kann… aber die Sache mit ’nur ein Katalog‘ gibt es schon länger in ihrer cloud und… ach, ich hör jetzt hier auf… lies meinen Beitrag ruhig nochmal oder – und das ist auch vollkommen in Ordnung – sag, dass das Konzept für Dich perfekt passt und Du halt eh Abo hast und mit Classic noch ein paar Jahre gut fahren wirst… das ist OK, es wäre merkwürdig, wenn alle meinen Standpunkt vertreten würden ;)

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        • Und wenn im Abo ein kostenloser Urlaub auf dem Mars (eigene Anreise) dabei wäre, im Wert von Fantastilliarden Euro? Wenn ich den nicht brauche (Marsurlaub, Photoshop) oder will (Cloud), dann dient das nur dazu, den höheren Preis zu rechtfertigen. Schau mal Richtung Fast-Food: Da ist diese Taktik schon lange gebräuchlich, die Portionen werden immer größer, der Preis steigt gleichzeitig. Entschuldigung, der Preis fällt natürlich, denn Du bekommst ja auch mehr, oder?

          Wenn ich mehr bezahlen muss, um das selbe zu bekommen wie vorher, dann ist es für mich teurer. Egal, wie viele T-Shirts, andere Tools oder Cloud-Speicher die dazulegen.

          Der gleiche Dreh bei Amazon: Prime enthält immer mehr Features und wird teurer. Genau das gleiche: Die Leute wollen ein, zwei Features davon, bezahlen aber zehn. Wenn man dann sagt, dass Prime früher viel billiger war, dann bekommt man erzählt, was man alles nutzen KÖNNTE. Will ich aber nicht. Was ich will, ist eine Pauschale für den Versand. (Und, und dafür könnten sie meiner Meinung nach WIRKLICH Geld verlangen, die Möglichkeit, den Lieferdienst zu wählen).

          Früher (vor dem Abo-Blödsinn) konnte man genau das Produkt kaufen, das man haben wollte. Jetzt muss man immer das Bundle kaufen, auch, wenn man nur eines der Produkte braucht. Und nochmal: Wenn ich für das, was ich nutzen will, mehr bezahlen muss, dann ist es teurer. Egal, was ich nutzen KÖNNTE.

          (Über den Cloud-Blödsinn, Stichworte Bandbreite und Sicherheit, schreibe ich jetzt gar nicht erst, dazu hat Boris ja genug geschrieben)

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  2. Pingback: Adobe Lightroom CC – Alles in die Cloud. Dreht Adobe endgültig durch? | Ansichten | TK

  3. Ich gestehe, ich habe ein Abo. Allerdings finde ich, das nur wenige von mir ausgewählte Dateien in die Cloud sollen. Die bisherige Geschäftspraxis von Adobe lässt mich befürchten, das die Classic – Ausgabe in zwei oder drei Jahren ausläuft und ich in die Cloud gezwungen werde. Diese Cloud-Dateien bei einer Kündigung herunterzuladen, wird sich Adobe sicher etwas einfallen lassen, um sich das Bezahlen zu lassen. Ich werde mich nach einer Alternative umschauen.

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  4. BTW: Vorsicht beim nächsten Update als Lightroom 6 user… Gerade enden die Leute reihenweise bei einem als regulären Update versteckten Vorgang mit Classic CC als Trial und die alter Lightroom Version ist futsch.

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  5. Ja traurig, was Adobe da macht. Anstatt sich mehr auf das „Classic“ zu konzentrieren und da endlich entscheidende Verbesserungen zu bringen.
    Auf meinem alten Rechner merke ich kaum einen Unterschied, außer dass die Lüfter öfter laufen und die Vorschauen etwas schneller laden.
    Ich hatte vorher schon das CC-Abo, aber grundsätzlich finde ich es ganz schlecht, keine Kauf-Version als Alnernative mehr anzubieten.

    Das neue CC an sich ist ja für weniger erfahrene Nutzer vl ganz nett, aber keine ernsthaft zu Nutzende Lösung im Moment.
    Wobei ich eines ganz interessant finde: Wenn man mit Lightroom Classic CC einzelne Ordner mit der Adobe Cloud synchronisiert hat (bisher für Mobilgeräte), dann kann man z.B. auf einem zweiten Mac/PC diese mit dem neuen Lightroom synchronisieren. So hat man automatisch nur ausgewählte Ordner dabei.
    Das finde ich dann ganz praktisch und bisher störte mich, dass eine zweite Lightroom-Installation nicht zumindest die Fotos aus der Cloud auf meinem zweiten Mac anzeigen konnte.
    Also als Ergänzung ist das neue Lightroom CC für mich erst mal okay.
    Nur wie man Ordner dabei verwenden kann, weiß ich nicht: Lightroom Classic lässt nach wie vor nur einzelne Sammlungen synchronisieren und keine Ordnerstruktur, im neuen Lightroom scheinen neuerdings sogar (welch Fortschritt) Ordner unterstützt zu werden… Hat Adobe das nicht zu Ende gedacht?

    Adobe sollte mehr Aufmerksamkeit auf das richtige Lightroom (Classic) legen.

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    • Beim Cloud-Misch-Betrieb beider Anwendungen soll man vorsichtig sein – laut Kommentaren von LightroomQueen in ihrem Blog sei dies „Ein Mienenfeld“

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  6. Ich bin bezüglich den ganzen Abo Modellen recht zwiegespalten. Grundsätzlich denke ich, dass gute Software auch etwas kosten muss und bin auch bereit dafür entsprechendes Geld auszugeben. Auch bin ich überzeugt, dass ein regelmäßiger Geldfluss nötig ist, damit in Ruhe und gewissenhaft an Verbesserungen gearbeitet werden kann. Immer nur auf die nächste große Release Version vertrauen zu müssen, die dann natürlich auch eine lange Feature Liste benötig, führt nicht unbedingt zu einer höhren Softwarequalität. Von daher denke ich, dass wir uns an immer mehr Abo Modelle gewöhnen werden müssen.
    Bei einem Großteil der Software ist diese vielleicht nicht ein so großes Problem, weil man häufig jederzeit auf Alternativen wechseln kann. Ich denke hier z.B. an das Office Paket von Microsoft, wo es durchaus Alternativen gibt, welche auch ältrere Dateien öffen und bearbeiten können.
    Gerade dieses ist bei Lightroom nicht möglich. Ich habe über nahezu ein Jahrzehnt meine Fotos fast ausschließlich in diesem Ökosystem bearbeitet und ich kenne bis heute keinen Weg diese vielen, vielen, vielen Stunden an Arbeit zu einer Alternative zu übertragen.
    Leider nutzt Ado diese Situation schamlos aus. Mit der Cloud Lösung wird diese Abhängigkeit vermutlich sogar noch größer. Hinzu kommt noch, dass Adobe das ganze Geld, was sie verdienen nicht wirklich in die Softwareentwicklung stecken. So habe ich nicht wirklich Verbesserungen in Lightroom über die letzten Jahre entdeckt. Auch die nun veröffentliche Version ist sogut wie unverändert. Es mag sich etwas in der Geschwindigkeit getan haben, aber ist das nicht etwas wenig für mehrere Jahre Entwicklungsarbeit?
    Ich kann wirklich nur hoffen, dass es in naher Zukunft eine Alternative gibt, die hoffentlich auch eine Importfunktion für LR enthält. Auf Adobe kann ich mich auf jeden Fall nicht mehr verlassen und ich befürchte, dass auch die Abo Preise deutlich steigen werden. Im Moment können sie verlangen, was sie wollen.

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    • Das Geld haben sie in die Entwicklung von Lightroom CC und den anderen CC-Produkten gesteckt. Ich spreche auch nicht ab, dass die Lösungen schick aussehen und die Idee eine spannende ist – Bilder sind online, werden bearbeitet mit LR, PS, etc., können direkt per Spark als Blog/Portfolio veröffentlicht werden etc.

      Aber ist es das, worauf Fotografen gewartet haben?

      Regelmäßiger Geldeingang ist gut zu kalkulieren. Abhängige Kunden muss man aber auch nicht mehr mit großen Updates überzeugen, sie bleiben ja ohnehin da – wo sollen sie denn hin? Ich sehe es nicht so, dass Adobe durch ein Abo-Modell motivierter wäre, zielgruppen-orientierte Lösungen zu bauen. Sie haben offenbar Geld genug, um zu bauen, was immer sie toll finden… wird schon jemand nutzen :D

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      • Hallo Boris
        Ich bin auch nicht glücklich mit den Abo-Modellen, die leider immer mehr zur Mode werden. Das Problem mit Lightroom ist aber doch die extreme Abhängigkeit. Alle Bearbeitungen sind in der Datenbank gespreichert und können vermutlich niemals vergleichbar auf ein anderes Produkt übertragen werden. Dies ist bei vielen anderen Produkten wie z.B. Photoshop nicht der Fall. Mit etwas Einarbeitungszeit kann man relativ Problem wechseln. Wenn nötig auch in belieber Reihenfolge.
        Diese Zwangssituation nutzt meiner Meinung Adobe schamlos aus. Ich gehe daher auch davon aus, dass mittelfristig die Preise deutlich steigen werden und ein Großteil der Nutzer zwar maulen werden, aber trotzdem brav weiter zahlen. Ich kann wirklich nur hoffen, dass es irgendeine Firma geben wird, die uns eine gute Alternative liefert, wo wir auch die Lightroom-Daten und Bearbeitungen übernehmen können, zumindesten größtenteils.

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  7. Pingback: Lightroom (Classic) CC, Adobes Philosophie und meine Probleme damit | Ansichten

  8. Ich find das Abomodell großen Mist. Ich zahle gern für Updates – wenn ich sie denn haben möchte und brauche. Und ich habe die Freiheit, die von mir erworbene Software so lange zu nutzen, wie ich das möchte und kann (es liegt an mir, die lauffähige Umgebung zu schaffen/erhalten).

    Damit steigt in meinen Augen auch der Anreiz für Entwickler, sich nen Kopf darüber zu machen, womit sie mich als Kunden dazu bringen, wieder Geld auf eine Neuerung zu schmeißen.

    Für mich fühlt es sich so an, als könnte ich Werkzeug wie bspw. Hammer oder Spaten nur noch mieten. Und einmal im Monat kommt jemand vom Baumarkt vorbei und kassiert ab, irgendwie doof.

    Willkommen im digitalen Feudalismus… :(

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