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Abenteuer Analog – Vierter Film und Experimente

Schloss Berlepsch. Aufgenommen mit der Primar Bessa II auf Kodak Tri-X 400

Schloss Berlepsch. Aufgenommen mit der Primar Reflex II auf Kodak Tri-X 400

Die Bedienung der Primar Reflex II ist inzwischen kein Problem mehr. Der dritte Film hatte keine überlappenden Negative mehr und ich war gespannt, wie es beim vierten Film aussehen würde.

Außerdem wollte ich mal sehen, welcher Dynamik-Umfang beim Kodak Tri-X so drin ist. Also habe ich es einfach mal ausprobiert.

Richtige Überlappungen waren auch diesmal nicht dabei, allerdings waren die Abstände zwischen den Negativen sehr ungleichmäßig und teils stießen sie direkt aneinander oder sie überlappten sich ganz knapp. Es scheint also klar zu sein, dass diese Eigenart vom Film selbst kommt. Ist der Film ein wenig locker auf der Nehmerspule, ist der Transport nicht exakt. Da es an den Spulen selbst aber keine Federn gibt, die einen gewissen Zug aufrecht erhalten, kann der Film sich theoretisch etwas lockern – und er scheint dies auch zu tun.

Man sollte beim Einlegen des Films auch nicht zu ängstlich sein. Die Anleitung meint, man solle, bei geöffneter Klappe, so lange aufspulen, bis man den Anklebestreifen des Films so gerade eben zu sehen bekommt. Habe ich beim vierten Film gemacht. Ergebnis: Der Streifen ist Bestandteil des ersten Bildes smile

Erste Aufnahme enthält den Klebestreifen – zu knapp aufgerollt beim Einlegen des Films

Erste Aufnahme enthält den Klebestreifen – zu knapp aufgerollt beim Einlegen des Films

Da hat sich der Hersteller der Primar Reflex II eigentlich eine tolle Lösung einfallen lassen, um ohne Sichtfenster für einen gleichmäßigen Filmtransport zu sorgen, hat dabei aber gleichzeitig für neue Probleme gesorgt, die man vorher gar nicht kannte.

Es interessiert mich schon, ob diese Eigenarten nur mir passieren, weil mir die nötige Routine fehlt, oder ob dies ein ganz üblicher Haken dieser Kameramodelle war? Zur damaligen Zeit gab es nur keine Foren oder Facebook, wo sich die Besitzer darüber hätten auslassen können und die Chance, dass ein Fotograf von Damals hier mitliest, dürfte auch eher gering sein wink

Kirche, Göttingen. Tri-X 400 in der Primar Reflex II – Ich bin versucht meine Olympus eine Zeit lang auf das quadratische Format umzustellen. Man komponiert anders.

Kirche, Göttingen. Tri-X 400 in der Primar Reflex II – Ich bin versucht meine Olympus eine Zeit lang auf das quadratische Format umzustellen. Man komponiert anders.

Dynamik

Man sagt analogem Film ja nach, dass er einen großen Dynamikumfang aufnehmen könnte. Damit ist gemeint, dass sowohl in sehr hellen als auch in sehr dunklen Bereichen noch Details erkennbar sein sollen und dass es keine abrupten Tonwertabrisse geben soll. Bei digitalen Aufnahmen habt Ihr sicher schon mal erlebt, dass der Übergang in die Überbelichtung, zum Beispiel im Himmel, recht drastisch und vor allem auch hässlich sein kann.

Versuch macht kluch – also habe ich mal ein Bild geopfert und darauf geachtet, die pralle Sonne mit im Bild zu haben. Ergebnis (unbearbeitet – nur ins Positiv gebracht):

Kodak Tri-X 400 – Erster Test für den Dynamik-Umfang. Negativ abfotografiert und ins Positiv konvertiert. Sonst keine Bearbeitung

Kodak Tri-X 400 – Erster Test für den Dynamik-Umfang. Negativ abfotografiert und ins Positiv konvertiert. Sonst keine Bearbeitung

Was hier schon klar wird ist, dass tatsächlich Details in den Schatten zu erkennen sind, soweit die offene Blende dort Details erkennen lässt und dass es keine Tonwertabrisse zur Sonne hin gibt.

Eine mögliche Bearbeitung könnte so aussehen:

Kodak Tri-X 400 – Erster Test für den Dynamik-Umfang. Aufnahme digital bearbeitet

Kodak Tri-X 400 – Erster Test für den Dynamik-Umfang. Aufnahme digital bearbeitet

Der Himmel wird immer heller bis man die runde Sonnenscheibe sehen kann – das ist schon recht beeindruckend. Nächstes Mal habe ich sicher auch eine digitale Kamera mit dabei und kann dann einen Vergleichsschuss machen.

Bei der Bearbeitung der Negative fehlt mir allerdings immer mal wieder die Farbe. Eine Schwarz-Weiß-Konvertierung eines Farbbildes hat einige Vorteile, weil man bestimmte Farbkanäle nach Wunsch regeln kann. Mit einem Schwarz-Weiß-Film sind diese Regler bereits fest eingestellt und ließen sich nur mit verschiedenen Farbfiltern vor dem Objektiv bei der Aufnahme beeinflussen.

Das schreit schon fast danach, verschiedene Filme auszuprobieren oder Farbfolien, die ich für die Blitze besitze, vor das Objektiv zu halten. Es gibt noch viel zu entdecken smile

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